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In der Marvel-Comicwelt ist Kraven nicht gerade populär und sonderlich präsent ist er auch nicht. Dass er sich einen Weg auf die große Leinwand gebahnt hat, kann folglich nur bedeuten, dass die Marvel-Turbokuh noch ein bisschen mehr gemolken werden wollte.

Und ja, dieser erste Eindruck bestätigt sich beim Genuss des Films sehr schnell. Die Story ist hauchdünn, die Filmlaufzeit zu aufgeblasen und die Effekte, insbesondere CGI-Blut und Tieranimationen, spöttisch künstlich. Das hebt leider nicht das Comichafte des Films hervor sondern betont nur die Schwächen, die dieser Wildfang mit sich bringt.

Ohne seinen tragenden Akteur Aaron Taylor-Johnson und die gewichtige Präsenz eines Russell Crowe wäre der Film vermutlich ähnlich schnell und unbemerkt in der Versenkung verschwunden wie die 1990er Verfilmung von Captain America. Doch auch wenn das Cast zu gesteigerter Aufmerksamkeit führen konnte, so kann es nicht retten, was Story und Drehbuch missen lassen. So bleibt nichts als ein Schauwerk für gelegentliche Brutalitäten, die man eher einem John Rambo-Film zuschreiben würde. 

Fazit: The Trend is your friend und so wird wieder mal ein Nischencharakter aus dem MCU sinnlos verheizt. 

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