Knarzende Türen, schwingende Schaukeln, alte Puppen, düstere Kinderzeichnungen, Klopfgeräusche hinter den Wänden und Kinderchöre auf der Tonspur.
Man hofft zu Beginn des Films inständig, dass all die gezeigten Klischees im Verlauf des Films noch gedreht, kommentiert oder auf einer Metaebene verhandelt werden. Doch auch wenn der Film noch ein paar Wendungen und gelungene inszenatorische Ideen parat hat, die ihn von der Masse ähnlich gelagerter Grusler unterscheiden, überwiegen am Ende doch die Klischees. Und zwar die aller Subgenres, bei denen sich COBWEB bedient, vom Spuk- über den Monster- bis zum Home Invasion-Film.
Stereotyp ist auch die Besetzung: Anthony Starr als Evil Dad spielt hier im Grunde seine Paraderolle des „Homelander“ aus THE BOYS, nur ohne weltvernichtende Superkräfte, Cleopatra Coleman gibt die besorgte Aushilfslehrerin allzu rehäugig, Gary Buseys Sohn Luke ist natürlich der Bully. Lediglich Lizzy Caplan, großartig in FLEISHMAN IS IN TROUBLE, ist als Monstermutter eine ziemliche Fehlbesetzung und scheint selbst nicht so ganz an ihre Rolle zu glauben.
Am Ende ist das alles ein großer Stuss, aber zumindest einer, der Genrefans ganz gut unterhalten dürfte.