Ein Unbekannter ermordet die 21jährige Emilie und drapiert ihre Leiche in Büßer-Stellung vor einem Frauen-Wohnheim. Die Cybercrime-Expertin Laura wird zu dem Fall hinzugezogen, um eine verschlüsselte SD-Karte, die bei der Toten gefunden wurde, zu knacken... und auf dieser befindet sich ein Video, das die Folterung der jungen Frau mit einem umgemodelten Kleiderbügel zeigt. Laura wird daraufhin dem Polizisten Jesper als Partnerin zugeteilt und gemeinsam geht man den ersten Spuren nach. Kurz darauf gibt es eine weitere Tote, die auf dieselbe Art zur Schau gestellt wird. Der Fall geht Laura besonders an die Nieren, als sich herausstellt, dass beide Opfer jeweils eine Abtreibung haben vornehmen lassen, denn sie selbst laboriert immer noch daran, dass sie sich - gegen den Willen ihres Ehemanns Marc - ebenfalls dagegen entschieden hat, ihr eigenes, hirngeschädigtes Kind auszutragen... "The Angel Maker" ist der gefühlt 8000ste Serienkiller-Streifen, der einem echt nichts Neues bringt und der sicherlich nur im Zuge der immerzu beliebten skandinavischen Nordic-Noir-Beiträge auch nach Deutschland geschwappt ist. Okay, Dänemark ist (noch) nicht Schweden, schon klar, aber die Hoffnung auf ein wenig guten, alten "Nightwatch"-Thrill war da im Vorfeld sicherlich nicht gänzlich unangebracht und überzogen, doch leider verbreitet "The Angel Maker" mit seiner löchrigen Dramaturgie, dem Verzicht auf einen Whodunit?-Plot und der faden Fernsehfilm-Optik, die einem gewöhnlichen "Tatort" näher ist als sonstwas und innerhalb derer auch ein paar brutale Details der Morde (auf DVD übrigens uncut, bei der TV-Ausstrahlung im ZDF unter Rücksichtnahme auf Zuschauer mit Herzschrittmacher nur merklich gekürzt) wirkungslos verpuffen, nichts als Langeweile. So richtig frustrierend ist das Ganze dann aber ob des geradezu unfähig-dummen Ermittler-Duos, das die Polizei hier mal ganz schlecht dastehen lässt und angesichts dessen man sich echt fragt, wie es sein konnte, dass sich Hauptdarstellerin Julie R. Ølgaard als Co-Regisseurin und -Autorin selbst eine derart miese Rolle in einem angedachten, eigenen Star-Vehikel hingedeichselt hat. Auffällig ärgerlich ist übrigens der ziemlich abstruse Schluss, mit dem man sich angeschickt hat, das verstörende Ende von David Finchers "Sieben" zu toppen, was allerdings gänzlich misslingt und "The Angel Maker" auf den letzten Metern zusätzlich kräftig runterzieht (und für mich in der Endabrechnung auch noch einen Punkt kostet)...
3/10