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Ja, so ein Mini-Kurzfilm hat schon etwas. Ein Film wo die "Story" mit 10 Worten erklärt sein kann, alles in Schwarz-Weiss abläuft und alles furchtbar billig inszeniert wurde und man trotzdem herzlich über die letzten 3 Minuten lachen kann. So geschehen bei "Lunartic", dem beliebten Kurzfilm von Thilo Gosejohann.

Toll sind bei diesem kurzen Erlebnis vor allem die ersten 1 1/2 Minuten, in dem Gosejohann mit Schattenbildern, Lichtspielereien, Kameraeffekten und einer gekonnten Sounduntermahlung für Spannung sorgt. Wenn man den Film das erste mal sieht, fragt man sich eigentlich die ganze Zeit, was sich da vor einem abspielt! Eine Hand die mehrere Striche an die Wand malt, ein (Plastik-)Fledermaus die anscheinend vor einem Fenster fliegt, und ein Mann der seine Waffe lädt. Was könnte jetzt wohl passieren?

Die Auflösung des Ganzen ist dann natürlich so was von derart weit weg von alle dem, was man sich ausmalen könnte und ist ein absoluter Brüller, so dass man sich gerade diesen Kurzfilm immer und immer wieder ansehen möchte.

Fazit: Die 3 kurzweiligsten Minuten aller Zeiten! Beim ersten Gucken richtig spannend und auch beim X-ten Mal gucken noch mörderisch komisch, kann dieser herrliche Filmversuch eines jungen Filmstudenten wohl jeden Kurzfilmfreak voll auf zufrieden stellen, so dass man sich diesen gelungenen Blödsinn immer wieder gerne ansehen möchte.

Da mir dieser Kurzfilm wirklich klasse gefallen hat, trotz der billigen Inszenierung und ich bei Kurzfilmen allgemein etwas nüchterner herangehe, gibt es von mir hier mal eine ungewöhnlich hohe Wertung. Wem das nicht passt, der möge mir bitte trotzdem verzeihen! ;)

Wertung: 8/10

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