Seiner Zeit tricktechnisch voraus, heute ein Nostalgiefilm.
DER DIEB VON BAGDAD entführt den Zuschauer in ein hübsches Märchen aus 1001 Nacht.
Als Farbfilm gedreht, wirkt das Movie so frisch wie früher. Tricks wurden einige im Film verwendet: z.B. der legendäre Flaschengeist, ein lebendiges Spielzeugpferd oder der fliegende Teppich. Diese FX waren 1940 sicherlich ein Wow-Erlebnis in den Kinosälen. Heute habe ich ein wohlwollendes Lächeln für diese alte Trickkunst übrig.
Die Besetzung spielt auf einem sehr guten und konstanten Niveau. Gerade der damals berühmte (deutschstämmige) Conrad Veidt als dämonischer Jaffar ist eine überzeugende Nummer. Auch der titelgebende Sabu liefert eine herzerfrischende Performance voller Spielfreude.
Eine Liebesgeschichte mit Happy End-Garantie rundet den schönen Abenteuerfilm gekonnt ab.
Unterm Strich beleuchtet, kann ich den naiven Streifen allen Filmfans wärmstens ans Herz legen, die mit nostalgischen Filmen aus der Blütezeit des Abenteuerfilms etwas anfangen können.
Alle anderen brechen sich gewiss keinen Zacken aus der Krone, wenn sie sich mal ein sehr gutes Stück Filmklassiker gönnen und darüber staunen, was früher schon filmtechnisch möglich war.