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Der Ex-Soldat Paul Vilar lässt sich dazu breitschlagen, gemeinsam mit seiner Tochter Sara ein Überlebens-Training für eine Gruppe von Teenagern in der Wildnis zu leiten. Es dauert dann auch nicht lange, bis man einigen angeheuerten Söldnern über den Weg läuft, die die Kids als Geiseln nehmen und Paul zwingen, zwei wertvolle Skulpturen aus einer nahegelegenen Militär-Basis zu stehlen. Hinter dem ganzen Heckmeck steckt Pauls totgeglaubter Freund aus alten Special-Forces-Tagen Mathias Caron, der sich zudem auch aus persönlichen Gründen an ihm rächen will... Diese Fortsetzung zu dem französischen TV-Streifen "On the Edge: Showdown in den Bergen" ist ein ziemlich fader Aufguß, dem man die Absicht der Macher anmerkt, irgendwie eine kleine Franchise um den einigermaßen charismatischen Hauptdarsteller Philippe Bas in der Rolle des Paul Vilar herumzudeichseln... auch wenn offenbar niemand eine Ahnung davon gehabt zu haben scheint, wie man den Star der Angelegenheit auch so richtig glänzen lassen kann, denn "On the Edge 2: Pfad der Wölfe" ist mal absolut lahm bis zum Anschlag! "Night Fare"-Regisseur Julien Seri hat das Ganze zumindest inszenatorisch nicht besser oder schlechter im Griff als ein Abel Ferry den ersten Teil, soll heißen: Die Action ist - abgesehen von einem ziemlich spektakulären Fallschirm-Sprung - immer noch transusig, ziemlich harmlos und streng jugendfrei, die Spannung dümpelt irgendwo auf dem Nullpunkt vor sich hin und den größten Schauwert liefern erneut nur einige eindrucksvolle Landschafts-Aufnahmen. Das bisschen Backwoods-Appeal, das der Vorgänger da noch vorweisen konnte, wurde derweil fast gänzlich aus der Handlung getilgt, was man alleine schon daran merkt, dass der Showdown da nicht mehr draußen in der Natur, sondern in einer Kläranlage stattfindet, was visuell rein garnichts hermacht. Benjamin Baroche ist als Caron leider ein ziemlicher Lauch und kein wirklich passender Gegenspieler für Philippe Bas, dem man den Action-Helden ja durchaus abnimmt, der hier abgesehen von einer kurzen Heist-Nummer aber aufgrund eines schlichten Mangels an Gegnern zum Vertrimmen nicht wirklich was zu tun bekommt. So hat man es dann wiederum fertiggebracht, viel solides Genre-Potenzial für 'nen flotten Survival-Streifen oder einen "Stirb Langsam im Wald"-Abklatsch ungenutzt liegen zu lassen und einen gewissen Aufwand für ein unbedeutendes Fernsehfilmchen zu betreiben, das nie und nimmer mit besserer Kino-Ware konkurrieren kann und darum sowohl für sämtliche Beteiligten als auch den Zuschauer 'ne reine Zeitvergeudung darstellt. Also, bitte keinen "On the Edge 3" mehr...!

3/10

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