Review

Unterdurchschnittlicher Eastern, der 3/4 seiner Lauflänge verstreichen lässt, bis er halbwegs in die Gänge kommt.
Das letzte Viertel wirkt dabei allerdings im Vergleich zum Rest ungleich brutal, auch wenn wie für das Genre üblich die Gewalt selten zu 100% gezeigt wird, sondern eher durch Metaphern dem Zuschauer beigebracht wird. Letzteres passiert allerdings eher gezwungenenermaßen, da man schlicht nicht fähig ist die explezite Gewalt (z.B.: Brechen von Gelenken, Eindrücken von Augen, Kastration) angemessen darzustellen. Wird sie dennoch dargestellt, passiert dies künsttechnisch sehr schlecht, wie zum Beispiel beim Eindrücken der Augen, wo der Darsteller einfach die Augen zusammenkneift und ihm 2 hellrote Spritzer Kunstblut auf die zerbrochene Brille geschmiert werden......
Die Story bleibt flach und entwickelt sich kaum: Kurzum geht es um ein Komplott, dem ein kleiner Gauner und ein Unschuldiger zum Opfer fallen, die sich nach einigem Hin und Her im Gefängnis anfreunden ( kaum nachvollziehbar da die Feindschaft der Beiden plötzlich durch Gesten des Einen unterbrochen wird, ohne nachvollziehbaren Grund), ausbrechen und die Drahtzieher bestrafen.
Bei besagter Bestrafung explodiert dann die Gewaltschraube und das Geschehen verselbstständigt sich.
Allerdings bleibt alles unreflektiert, unlogisch und letztlich auch langweilig.
Die 3 Minigewaltszenen (die auch noch schlecht gemacht sind) am Ende rechtfertigen nicht 90 Minuten Langweile. Somit kommen weder Freunde einer guten, tiefsinnigen Geschichte (Gefängnisdrama) auf ihre Kosten, da die Story und die Entwicklung der Charakter eeinfach nichts her geben, noch eventuelle Splatterfreunde, da die Gewalt so schlecht dargestellt wird.
Nebnebei sei erwähnt, dass ich durchaus ein Fan einiger Shaw Brothers Produktionen (wie z.B. der sehr guten 36 Kammern-Reihe oder dem Todesnetz der gelben Spinne......) bin, allerdings sollte man nicht wie Einige alles in den Himmel heben, was aus dieser Filmschmiede kommt: muss man doch leider sagen, dass für jeden richtig guten Eastern aus dieser Schmiede, mindestens 3 Flopps entstanden..........

Rächer aus der Todeszelle zählt dabei leider zu den Flopps: Drittklassige Effekte, miese Story, schlechte Darsteller und ein noch schlechteres Drehbuch besiegeln das Schicksal des FIlms:

Gerade noch 3,5 Gnadenpunkte.

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