Inhalt:
Sheng Ku (Ku Feng) ist ein machtgieriger und skrupelloser Mann. Um seine KungFu-Schule nach vorne zu bringen und seine Macht und seinen Reichtum immer mehr zu steigern, ist er der Mentor eines Anführers (Pai Ying) einer Diebesbande, die auch vor Mord nicht zurückschreckt.
Bei einem ihrer Überfälle auf eine andere KungFu-Schule wird Feng (Tsai Hung) zum unliebsamen Zeugen, jedoch hält die eintreffende Polizei ihn für ein Mitglied der Bande, auch wenn Polizei-Chef Fang (Kong Yeung) seine berechtigten Zweifel hat.
Feng landet angekettet in der Todeszelle des örtlichen Gefängnisses.
Liang Yen (David Chiang) ist ein Taschendieb, der die Reichen erleichtert, um den Armen zu geben. Seine Freundin Bao Ying (Lily Li) ist die Zofe der Edel-Prostituierten "Rote Sünde" (Hu Chin), die die Favoritin Sheng´s ist.
Als Liang Yen bei einem Diebstahl an einem der Banden-Mitglieder (Chan Shen) erwischt wird, landet auch er im Gefängnis, und wird in die Zelle mit Feng gesteckt.
Auch wenn Feng in der Todeszelle sitzt, er gilt Sheng als Sicherheitsrisiko, das schnellstens zu liquidieren ist. Er kann Polizei-Chef Fang überreden, Liang in der Besucherzelle zu sprechen. Er will von Liang, dass dieser Feng in der Todeszelle vergiftet.
Liang sagt zu!
Doch Liang vertraut all dies Feng an, der Anschlag unterbleibt. Beide beschließen, aus dem Gefängnis zu fliehen, und Rache an Sheng und der Bande zu nehmen.
Die Flucht gelingt, und beide trennen sich, Feng will die Straße nach Norden nehmen.
Liang will Bao Ying, die sich mit "Rote Sünde" im Haus Sheng´s befindet, mit sich nehmen..., es kommt zum Kampf, Liang hat keine Chance..., er und Bao Ying werden im Haus gefangen gesetzt.
Doch Feng hat nicht die Flucht in den Norden angetreten..., er ist auf dem Weg zum Hause Sheng´s! Um äußerst blutig Rache zu nehmen........
Fazit:
Der Film "The condemned" ("Der Rächer aus der Todeszelle") ist ein Eastern, der mir abschließend gefiel..., auch wenn der Handlungsaufbau mehr als 2/3 des Films eher behäbig vor sich hin dümpelt.
Dies ist nach "The drug addicts" (siehe mein Review auf dieser website) die 2. Regie-Arbeit David Chiang´s für die Shaw Brothers und im Gegensatz zu erstgenanntem spielt hier der Regisseur selbst mit.
Mir gefiel "The drug addicts" besser..., da dieser Streifen insgesamt spritziger gedreht wurde.
Nur langsam und ziemlich gedehnt baut sich hier die Spannung auf, es macht sich fast Langeweile breit. Ein etwas zackigerer Aufbau hätte dem Film besser getan. Doch der Film David Chiang´s erhält von mir noch eine passable Note. Warum?
Das liegt an dem grandios kämpfenden Tsai Hung, der hier die eigentliche Hauptrolle inne hat und nicht David Chiang, und an einem furiosen Finale des Streifens, mit einem knackig und brutal geführten Duell Tsai Hung/Ku Feng. Die Fights sind ganz hervorragendes und kompromissloses KungFu, und das dramatische, harte Finale entschädigt für zuvor zu gedehnte Subtilität in der Inszenierung.
Kampftechnisch ragt hier Tsai Hung heraus, hartes KungFu, präzise Techniken. David Chiang kämpft und spielt solide, doch den darstellerischen Höhepunkt hat mal wieder Ku Feng für sich gepachtet. Ist doch immer wieder bewundernswert, wie Ku Feng, Shaw´s Vielfilmer und Bösewicht vom Dienst, diesen Villain-Rollen seinen schmierig-hinterhältigen Stempel aufdrückt. So auch hier..., auch in seinem x-ten Auftreten in dieser Art.
Lily Li spielt ebenfalls soweit gefällig, und Hu Chin ist eh ein attraktiver Blickfang, mit Vamp-Ausstrahlung. Auch in ihren Sprechszenen sieht sie passabel aus.
Die Villains, nun, neben Ku Feng sind hier noch Chan Shen und Lee Hoi San zu sehen. Sie spielen sich verbissen in ihre Rollen hinein. Einen besonderen Charakter unter den Bösen verkörpert aber speziell Pai Ying.
Als Tsai Hung das Haus Ku Feng´s stürmt, diesen in einem gnadenlosen und brutalen Duell stellt, und sich auch die anderen Banden-Mitglieder vornimmt, eilt er nicht etwa umgehend hinzu.
Nein, er sinniert gedankenversunken vor sich hin. Hat er Angst? Über seine Gedanken kann auch der Zuschauer hier nur spekulieren. Neben all der Action sind es diese hinein geschnittenen Szenen, die den Betrachter letztendlich in den Gedanken total auf dem Bildschirm sein lassen..., schon besonders. Hm.
Und so ist denn "The condemned" durchaus noch ein passabler Eastern, zumal David Chiang auch auf ein Happy End verzichtet. Das Ende ist denn düster.....
Die Bewertung ist schwierig. Wenn man diesen Eastern insgesamt betrachtet, kann man höchstens eine mittlere Note geben, da der Film wie erwähnt 2/3 lang einem schwerfälligen Aufbau anheim fällt. Aber, wie sage ich immer....: Der letzte Eindruck ist der Frischste..., das Finale haut noch was raus. Die Fights zumal..., und auch von der Inszenierung her forciert David Chiang hier das Tempo.
Von daher gebe ich diesem Eastern noch 6,5/10 Punkte.