Review

Inhalt:

Gou (Wu Ma) und Hung Wei (David Chiang) leiten an der Universität von Hongkong die studentische Arbeitsgemeinschaft "Musik und Ausdruckstanz". Sie sin mit vollem Elan dabei, und die Sängerin Po-Erh (Agnes Chan) bittet um Aufnahme in die Gemeinschaft. Dies gelingt ihr mit ihrer glockenhellen Stimme spielend.

Doch die musikalische Abteilung steht eindeutig im Schatten der Sport-AGs der Uni. Flaggschiff der Studentenschaft ist die Basketball-Abteilung unter Leitung von Lam Tat (Ti Lung), sowie natürlich die KungFu-Staffel, die vom ebenso wortkargen wie ehrgeizigen Ho Tai (Chen Kuan Tai) angeführt wird.

Mit dem Schattendasein ihrer AG kommen Gou und Hung Wei nicht klar. Oftmals sind sie dem Spott der Kommilitonen, vor allem Lam Tat, ausgesetzt. Auch Uni-Schwarm "Princess" (Irene Chan) zeigt ihnen die kalte Schulter.

Nachdem die Basketballer mal wieder die Studentenmeisterschaft gewinnen konnten und auch Ho Tai nach hartem Kampf den Champion Cheung Wai Sing (Wang Ching) besiegt und mal wieder KungFu-Unimeister von Hongkong ist, platzt Gou der Kragen. Er will mit den anderen KungFu trainieren, und da lüftet Hung Wei sein Geheimnis. Im Haus seiner Eltern befindet sich ein KungFu-Gym, da sein Vater ein berühmter KungFu-Kämpfer war, jedoch dabei zu Tode kam.

Hung Wei fordert von Gou und den Jungs der Musik-Abteilung, KungFu als rein körperliches Training zu betrachten....

Zwischen den Baketballern und den KungFu-Sportlern droht derweil Ungemach, da "Princess" ihre Gunst mal auf Lam mal auf Ho verteilt...., es kommt zum Kampf der Rivalen.

Doch Hung Wei und seine Leute sind nunmehr körperlich gerüstet, die Sache zu schlichten. Zum Dank wollen Lam und Ho dem werten Hung Wei doch noch zum sportlichen Erfolg verhelfen.
Die Cart-Meisterschaften stehen auf dem Programm, und alle unsere 3 Helden nehmen natürlich teil........


Fazit:

Ich war weder richtig enttäuscht, noch war ich richtig glücklich.

"Young people" so heißt die Halbstarken-Komödie Chang Cheh´s, ein Filmchen mit sehr viel Sport, einem absolut illustrem Star-Aufgebot, viel Spielfreude bei den Akteuren und viel netter Schlager-Musik...., aber ohne richtige Dramatik, ohne richtigen dramaturgischen Faden, ohne richtige dramaturgische Linie.

So muss man denn "Young people" als einen reinen, dahinplätschernden Unterhaltungsfilm betrachten, er unterhält den eingefleischten Fan der Shaw Brothers, dem es reicht, seine Lieblings-Stars mal in zivil beim lustigen Tralala agieren zu sehen..., episodenartig und in seichten Gewässern versinkend.

Einen bleibenden Eindruck darf man nicht erwarten. Das ganze ist ganz nett gemachte, oberflächliche Unterhaltung mit teils witzigen teils eher peinlichen Momenten, Punkt.

Das ganze lebt vorrangig von den Darstellern und ihrer Spielfreude. Ti Lung, David Chiang und Chen Kuan Tai, 3 Superstars des Hauses Shaw. Und Chang Cheh schenkt dem werten Chen auch den einzigen richtigen KungFu-Fight in dieser Star-Collage ohne Linie.
Andere leicht stilisierte Kämpfe lockern die Sache auf, doch ist dieser Jugendfilm natürlich nicht als Eastern zu bezeichnen, soweit kommt´s noch.

Eine lockere episodenhafte Handlung, bunte Bilder, Action die weniger auf KungFu basiert als auf Sport (Basketball und Cart-Sport), darauf kam es Chang in seinem Streifen an, und auf seine Männerbünde. Zwar bahnt sich in diesem Streifen so etwas wie ein massiver Konflikt an, doch dieser verliert sich schnell wieder und alle haben sich wieder ganz schnell lieb. Die "Dramaturgie" bleibt oberflächlich..., wenn man von DRAMA überhaupt sprechen kann.
Das ist nichts anderes als ein Lalala-Filmchen für den allgemeinen Film-Freund, und erwärmt nur die eingefleischtesten Shaw-Anhänger als Star-Collage ihrer Helden in ungewohnten Aktionen und Momenten.

Es ist aber fast ein Sport-Film, den Chang Cheh hier gedreht hat. Anfangs sieht man Ti Lung noch mit seiner ArGe beim Baseball. Doch das ist nur der Ausgleichssport für seine Basketball-Truppe. Das Endspiel um die Studenten-Meisterschaft nimmt denn auch gleich 20 Minuten des Films in Anspruch, und ist schon der Höhepunkt des Films.
Die Führung wechselt hin und her, und die Darsteller geben alles! Ti Lung, Wang Chung und Bolo Yeung, sie agieren in ihren Bewegungsabläufen, ob während der Spielszenen oder in den Unterbrechungen, wie ECHTE Basketballer! Und die Szenen sind nicht unterschnitten: Ti Lung führt 2 Freiwürfe aus, und beide Würfe sitzen, ohne Ringberührung! Da blieb auch mir die Spucke weg!
Wang Chung ist ein echter Team-Player, bietet sich pausenlos an, sah richtig echt aus. Den Vogel schießt Bolo Yeung ab...., er sieht in den Szenen, die er elegant-kraftvoll-hochkonzentriert durchzieht, aus wie ein echter NBA-Profi...., ohne Worte. Und zum Schluss zaubern die Jungs, zeigen etliche Tricks.

Der nächste Sport ist KungFu. Experte Chen Kuan Tai zeigt was er kann...., und ein echt kerniger Fight gegen Wang Ching...., und die Kamera schreitet die Tribüne ab...., ein Genuss für den Shaw-Anhänger, für den der Film eine Star-Collage ist. Als begeisterte Sportfans zeigen sich in einer Reihe: Wu Ma, Bolo Yeung, Wang Chung, Wang Kwang Yu, Tang Yen Tsan, Ti Lung und David Chiang..., während vor ihnen Chen Kuan Tai fightet...., da ist der Shaw-Fan in seinem Element...., visuell, weniger dramaturgisch.

Das Finale des Films ist denn nicht etwa ein KungFu-Fight, sondern ein Cart-Rennen, wieder so 20 Minuten, mit Schnitt-Technik versucht Chang Cheh Drive in die Sache zu bringen, und alles echt aussehen zu lassen, das gelingt sogar. Das Rennen kommt spannend rüber und hat natürlich ein Happy-End....

Dann kommt noch die Musike dazu. David Chiang agiert als Drummer...., sieht wieder richtig echt aus. David scheint das Instrument wirklich zu beherrschen, und Agnes Chan trällert ein paar Lieder und darf die auch voll aussingen.
Agnes bringt ihre Niedlichkeit ein, Irene Chan agiert ein bissel vampmäßig.... und ihre Mannstollheit und ihr hin und her hinsichtlich Chen und TL soll etwas Witz in die Sache bringen, am Ende kommt denn für Irene alles anders. Na ja, ich hab schon mehr gelacht.

Den Abschluss des Films bildet eine große Feier, mit viel Musik Tralala, und das sich alle wieder lieb haben. Das ist typisch für die ganze Seichtheit dieses Filmchens, da ist Lockerheit beim Betrachter gefragt, sonst dreht man den Fernseher ab...., heijeh.

Eine besondere Überraschung bei der Abschluss-Feier gab es denn doch noch: David sitzt wieder am Schlagzeug, neben ihm einige Aushilfs-Drummer...., einer davon ist eindeutig zu identifizieren.... Alexander Fu Sheng...., der sich hier Meriten als Statist verdiente, vor seiner kurzen aber schillernden Kariere als einer DER Superstars der Shaw Brothers. Und wieder sieht alles echt aus..., Fu Sheng trommelt professionell konzentriert drauf los.

Den Streifen belasse ich ohne Benotung...., eine Star-Collage für Shaw-Fans, mit heiteren und ungewöhnlichen Aktionen von Stars, die man SO sonst nie zu sehen bekam..., nicht weniger, nicht mehr.

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