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Es gibt einige wenige Mimen, die einen schwachen Actioner mit ihrer reinen Präsenz ein wenig aufwerten können. Hierzu zählt auch ein Nicholas Cage, der in vielen B-Movies der vergangenen Jahren ein breites Repertoire zwischen Overacting und purer Anwesenheit abspulte. Leider repräsentiert sein Sohn Weston Cage, zumindest in vorliegendem Fall genau das Gegenteil: Er zieht einen ohnehin nicht funktionierenden Streifen noch weiter runter.

MMA-Kämpfer und Trucker Roy erhält vom Mafiaboss Julian den Auftrag, Rohdiamanten im Wert von 50 Mio. Dollar von A nach B zu transportieren. Begleitet von seinem jüngeren Bruder Danny wird der Truck überfallen und obendrein die Familie des dritten Bruders Joe gekidnappt…

Autor und Regisseur Asif Akbar steigt zumindest temporeich mit einer Verfolgungsjagd in der Mojave-Wüste ein, als Roy in einem Feuergefecht die Diebe der Diamanten verfolgt. Nach einem Zeitsprung von zwei Tagen zuvor, wird man wohl auf jene Szene zurückkommen.
Mit der Einführung der faden Figuren macht sich indes rasch Ernüchterung breit, denn die wenigen Dialoge wirken arg holprig und es gibt keinen Sympathieträger, der in irgendeiner Form Interesse weckt. Selbst Roy wirkt von vornherein müde und unmotiviert, was sich auch in den wenigen Untergrundkämpfen am Rande widerspiegelt.

Hier wirkt Roy bereits so derangiert, als hätte er schon acht Runden hinter sich gelassen und folgerichtig mangelt es den Fights komplett an Enthusiasmus. Der Streit zwischen den ungleichen Brüdern treibt die Handlung kaum voran und auch das Machtgerangel innerhalb des Syndikats bringt keine Kenntnisse, die hinsichtlich einer Verschwörung nicht sogleich offen auf dem Tisch liegen.

Derweil ermüdet der eintönige Schauplatz der Wüste rasch und während sich offenbar in einigen Kneipen so etwas wie Weihnachtsstimmung anbahnen soll, erzählt die musikalische Untermalung in Form einiger Country-Songs etwas anderes.
In Sachen Action nimmt die Angelegenheit erst nach einer geschlagenen Stunde konkretere Züge an, denn bis dato latschen die Brüder lediglich durch die Einöde und sitzen am Lagerfeuer ohne sich auszusprechen, was eine weitere verpasste Chance markiert, dem Treiben etwas Leben einzuhauchen.

Obgleich ein paar Kämpfer der MMA-Szene mitmischen, können diese kaum ihre Fähigkeiten demonstrieren. Quinton Jackson zieht ungewöhnliches Bowling einem überzeugenden Körpereinsatz vor, Donald Cerrone wirkt latent müde und unmotiviert und auch JT Tomangi erhält nur kurze Momente, etwas Kampflaune einzubringen. Und dann ist dann noch eben jener Weston Cage, der mit seiner One-Man-Show den Nervfaktor gnadenlos überstrapaziert.

Im Nachhinein betrachtet ergibt die Konstellation der Handlung wenig Sinn und ist mit zahlreichen Handlungslücken ausgestattet, während die Logik früh auf der Strecke bleibt. Handwerklich ist zwar nicht alles übel und die wenigen Kampfszenen sind immerhin einigermaßen tauglich gefilmt, doch weder darstellerisch noch inszenatorisch ist hier ein Fang zu machen.
3 von 10

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