Der Hong Kong-Mysterythriller "Devil 666" hat etwas mit Budgetarmut zu kämpfen, was man dem B-Flair ansieht. Nichts desto trotz schlägt sich der Streifen wacker und schielt ein ums andere Mal auf Thrillergrößen wie "Sieben", was sogar durch eine Anspielung gegen Mitte des Filmes mehr als deutlich wird.
Die Story mit der Suche eines anti-christlichen Killers nach Satans Tochter ist simpel, nichts Besonderes, aber auf alle Fälle annehmbar. Das B-Flair erzeugt eine passend düstere Atmosphäre, sodass die Spannung nicht auf der Strecke bleibt. Inszenierungstechnisch fährt Regisseur Allun Lam noch einmal alle Trümpfe auf und überrascht trotz geringen Budgetaufwand mit einer teilweise sehr interessanten, höchst beweglichen Kameraführung und Zeitlupensequenzen, wie auch anderen kleinen visuellen Effekten in Actionszenen. Der Blutgehalt lässt Gorehounds sicherlich nicht voll auf ihre Kosten kommen, doch für den nicht übermäßig auf knallharte Effekte fixierten Cineasten ist der Gewaltfaktor völlig ausreichend. Chingmy Yau und Donnie Yen können zudem in ihren Rollen überzeugen, sowie die verbleibenden Nebendarsteller ebenfalls passable Vorstellungen bieten. Charakteristisch bei den Akteuren ist der vereinzelt auftretende "Eastern"-Humor, auch wenn der Film an sich nicht wirklich in dieses Genre einzuordnen ist.
In der deutschen Synchronfassung ist die Wahl der Stimmenfarbe des jeweiligen Charakters ein wenig in die Hose gegangen. Die mitunter in der Tonlage verzerrten zum Teil verwendeten diabolischen Stimmen hingegen sind wahrlich nicht schlecht.
Freunde des Asia-Films können hier getrost zuschlagen, denn "Devil 666" ist ein gelungener Mix aus Mysteryhorror, Action und Thriller. (Noch 7/10 Punkten)