Don`t mess with Jigsaw!
Lange hatte ich das Interesse an der Saw-Reihe verloren. Zu verschachtelt schien mir die Handlung über die ganze Reihe hinweg, ich hatte die Übersicht verloren und auch kaum Interesse, mich wieder up-to-date zu bringen.
Mit den letzten beiden Teilen kam das Interesse zurück, sie standen quasi für sich. Man musste kein Saw-Nerd mehr sein und jeden Handlungsstrang und jede Person quasi kennen.
Auch der neueste Teil ist da ähnlich. Jigsaw ist schwer krank, zahlt viel Geld für eine erfolgsversprechende Behandlung in Mexico und wird von falschen Ärzten betrogen.
Klar, dass nun mit allen beteiligten Personen Spiele gespielt werden. Und die haben es in sich!
Dass der Film zwischen Teil 1 und Teil 2 spielt, mag für große Saw-Fans interessant sein, alle anderen brauchen diese Info eher weniger.
Der Gewaltgrad ist gewohnt hoch, aber bei weitem nicht der höchste der Reihe. Trotzdem hätte es sicherlich vor Jahren hier noch größere Probleme mit der Freigabe gegeben. Der Gruselfaktor, der in der Saw-Reihe jetzt nie immens hoch war, wurde nochmals runtergefahren, man sympathisiert geradezu mit dem Killer. Schweinemaske und Dreirad sorgen eher weniger für Gänsehaut, auch das sawtypische Schmuddel-Feeling hält sich diesmal in Grenzen.
Trotzdem bleibt es ein ziemlich heftiger, kurzweiliger Thriller ohne nennenswerte Längen. Klare Empfehlung für Saw-Fans und die, die es noch werden oder wenigstens mal einen Blick riskieren wollen.