Review

Ein neuer Besson, da ist eine Sichtung Pflicht, diesmal allerdings unter subjektiv schwierigen Vorzeichen. Ich mag weder Hunde noch Männer in Frauenkleidern. Vor Filmstart hieß es also erstmal auf die Zähne beißen. Im Verlauf wird die Geschichte dann aber weniger zur Qual als befürchtet, jene gewinnt sogar zunehmend mein Interesse. Die Travestie ist kein Getunte, sondern die Flucht vor sich selbst, die Hunde eine vor den Menschen. Der Protagonist entschwinde so weitgehend ins gesellschaftliche Asyl, ohne allerdings völlig zu vereinsamen. Klingt nach einer tiefgründigen Story, ist es aber nicht. Dies kann man Dogman anlasten, oder man ist sich einfach vorher bewusst, was man von Besson erwarten kann. Ein ideenstrotzendes Kino-Kaleidoskop, auf den ersten Blick mit schwerer Thematik, aber dann doch bis zum letzten auf der Oberfläche bleibend.
Erwähnenswert zu meiner subjektiven qualitativen Einordnung sind einige, nicht wenige sogar, negative Kritiken. "Schwachsinnige Story", ja, wie bei fast jedem Fantasy-Film, da würde ich ihn nämlich einordnen.  "Ein Stern" / "Zwei Punkte", hier trifft der Begriff Schwachsinn dann wirklich zu, eine echte Wertung sollte das Werk letztendlich auf die gesamte Filmwelt reflektieren. "Joker-Rip-Off", ja, bestimmt zu circa 5 Prozent.
Ich kann Dogman mindestens den Besson-Fans empfehlen.

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