iHaveCNit: Das Erwachen der Jägerin (2024) – Neil Burger – Tobis
Deutscher Kinostart: 25.01.2024
gesehen am 25.01.2024
Kinopolis Main-Taunus-Zentrum – Kino 12 – Reihe 16, Platz 18 – 20:50 Uhr
Keine Ahnung, welche Entscheidungsprozesse im Marketing des neuen Films von Neil Burger vor allem im deutschen Raum gelaufen sind, als es um den deutschen Titel der Romanverfilmung „The Marsh Kings Daughter“ beziehungsweise „Die Moortochter“ gegangen ist. Denn der deutsche offizielle Titel weckt durchaus unfreiwillige Assoziationen im Hinblick auf eine im Film beteiligte Darstellerin und um ein paar Ecken auch auf einen Darsteller. Es wird schon kein Zufall sein, dass ein weiterer Film mit Daisy Ridley ausgerechnet ins deutsche mit dem Namen „Das Erwachen ...“ übersetzt wird, wobei es hier nicht um Macht, sondern eine Jägerin geht.
Helena hatte eine harte, raue Kindheit im Wald, in der sie schon früh von ihrem Vater an das Überleben in der Natur herangeführt worden ist. Doch irgendwas ist zwischen ihrer Mutter und ihrem Vater faul, denn später findet sie heraus, dass es sich bei ihrer Mutter um ein Entführungsopfer handelt und ihr Vater der Entführer ist, der beide bei sich im Wald festhält. Beiden gelingt die Flucht, doch Jahre später, Helena ist bereits verheiratet und Mutter, muss sie sich wieder mit den Dämonen ihrer Vergangenheit auseinandersetzen.
„Das Erwachen der Jägerin“ ist ein durchaus spannendes und atmosphärisches Drama, dessen Atmosphäre durch die bodenständigen und schönen Bilder der Wälder, Moor- und Sumpflandschaften und eine sich langsam entwickelnde und aufbauende Geschichte aufkommt und sich den kompletten Film über hält. Inmitten dieser Atmosphäre entfaltet sich dieses Drama, dass durch einige Action-, Spannungs- und Gewaltspitzen noch ergänzt wird. Jedoch ergibt sich ab und an etwas Leerlauf im Ganzen und das Ganze lässt etwas Tiefe vermissen. Dennoch bin ich relativ zufrieden aus dem Film herausgegangen.
„Das Erwachen der Jägerin“ - My First Look – 7/10 Punkte