Bei Fake News dreht sich alles um den TV Sender Kanal 4, dessen Nachrichten sich eher mit den Aussenseiterthemen befasst. Wir erleben als Anthology die "Tatsachen", auf denen die Berichte beruhen, teils auch "Recherchearbeiten". Dazu gehören Tentakelaliens am Strand, Werwolfangriffe in Bremen, ein perverser Anrufer, verschwundene Obdachlose, eine böse Nekromantensekte, Vampire und einer verschwundenen Prostituierten.
Regisseur Gorlikowski versammelt für seine Anthology reihenweise bekannte Underground-Gesichter von Sabrina Arnds und Marco Klammer über Jörg Wischnauski und Thomas Kercmar bishin zu youtuber Cinemanuel oder auch Jochen Taubert. Klar, dass dabei nicht nur die Qualität der Geschichten (von geht so bis ganz cool), sondern auch die der Darsteller (von solide bis auweia) variiert.
Dass die Beiträge natürlich auch dazu dienen, einiges an Splatter zu präsentieren, versteht sich von selbst. So haben wir abgetrennte Gliedmaßen, Gedärme, Einschusswunden, usw. - alles dabei, was den Gorehound erfreut, aber insgesamt in (einfache) Handlungen eingebettet und nicht nur schnöde aneinandergereiht.
Neben dem Gesplatter gibt es auch satirische und lustige Ansätze, wenn z.B. eine Horrordarstellerin, die von einem Anrufer belästigt wird, klarstellt, dass alle sie nur nackt und sterbend, aber nicht schauspielern sehen wollen. Oder die Vampirjäger, die auch Twilight zur Ausbildung schauen.
Insgesamt ist das alles in Hinsicht auf Score, Schnitt, Kamera, etc. solide produziert, die Effekte sind ordentlich gemacht. Bei den Dialogen, Actionszenen und bei vielen Darstellern merkt man aber schon, dass wir hier im Amateurbereich unterwegs sind. Es gibt darstellerisch aber auch positive Ausnahmen.
So oder so: alles ganz unterhaltsam, insgesamt aber etwas zu lang geraten.
Kurzum:
Insgesamt zu lange, aber durchaus solide gemachte, unterhaltsame Anthology mit einigen blutigen FX, witzigen Einfällen, aber auch obligatorischen Schwächen.