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Der filmische Output von Regisseur Bertrand Bonello ist durchwachsen. Seine bekanntesten (Genre-)Filme, NOCTURAMA und ZOMBI CHILD sind spröde Arthousefilme, die lieber zu wenig als zu viel erzählen. Filme für Intellektuelle und Kritiker. Und auch auf LA BÊTE können sich zumindest die meisten Kritiker einigen. 

Klar, ein fast zweieinhalbstündiges Werk, das drei Zeitebenen umfasst und Historiendrama, Science Fiction-Dystopie und Psychothriller in einem sein will, ist an Ambitionen nicht gerade arm. Aber mit zunehmender Laufzeit zweifelt man immer mehr daran, dass Bonello wirklich weiß, was er da fabriziert und welche Message er vermitteln will – außer „KI ist böse, alle Gefühle sind gut und Liebe währt ewig“. 

Es scheint eher so, als wäre lediglich ein grobes Gerüst an Ideen und Motiven vorhanden gewesen, das durch Léa Seydoux, George MacKay und etwas filmisches Kunsthandwerk aneinandergekittet werden soll, was nicht durchgehend gelingt. 

In Erinnerung bleiben eher Momente, Bilder und Szenen – kein kohärentes Ganzes.

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