Review

iHaveCNit: A Killer Romance (2024) – Richard Linklater – Leonine

Deutscher Kinostart: 04.07.2024

gesehen am 03.07.2024

Kinopolis Main-Taunus-Zentrum – Kino 3 – Reihe 9, Platz 15 – 20:00 Uhr

Glen Powell scheint aktuell in den Kinos einen Lauf zu haben. Nachdem er bereits im Ensemble des Box-Office-Hits „Top Gun: Maverick“ glänzen konnte, scheint er nun in diesem Jahr mit mehreren heißen Eisen im Feuer weitere Chancen zu haben, sich als ein Star der Zukunft zu etablieren. Vermutlich hat man sich vor allem hier bei dem großen Erfolg von „Anyone But You“ beziehungsweise „Wo die Lüge hinfällt“ in Deutschland dazu entschieden, den eigentlich im internationalen Raum betitelten und auf Netflix veröffentlichten „Hit Man“ unter dem passenden Namen „A Killer Romance“ im Kino zu veröffentlichen. Nur wenige Tage vor Glen Powells Hauptrolle in „Twisters“. Dennoch ist „A Killer Romance“ ebenfalls ein Wirbelwind eines unterhaltsamen Films geworden.

Gary Johnson ist ein schüchterner, nerdiger Universitätsprofessor für Psychologie und Philosophie. Abseits seines eintönigen zurückgezogenen Lebens und seinen Vorträgen über Selbstverwirklichungen hat er auch einen skurrilen Nebenjob als Tonmann bei einem kleinen Team der Polizei in New Orleans, die sich als Auftragskiller anbietet um versuchten Mord zu vereiteln. Irgendwann muss er ersatzweise die Rolle des Killers übernehmen und macht das so gut, dass er fortan immer wieder die Rolle durchzieht. Ohne zu ahnen, welche Konflikte und Möglichkeiten der Selbstverwirklichung sich für ihn ergeben, als er sich als Killer Ron in eine Klientin verliebt, die ihren Mann umbringen möchte.

„A Killer Romance“ ist ein abgefahren witziger Genremix geworden und eigentlich viel zu abgedreht um wahr zu sein, denn die von Glen Powell gespielte Figur des Gary Johnson gab es tatsächlich und die Hintergrundgeschichte des Gary Johnson hat bei sowohl Powell als auch Regisseur Linklater so Eindruck hinterlassen, dass beide dem leider mittlerweile verstorbenen Johnson ein kleines filmisches, semibiographisches und semifiktionales Denkmal setzen wollte – mit ein wenig True-Crime-Anleihen erschaffen Linklater und Powell eine unterhaltsame, witzige und spritzige Mischung aus softem Neo-Noir und Romantic Screwball Comedy. Besonders die Wandelbarkeit von Glen Powell und seine spritzige Chemie und auch teils sexuelle Spannung mit Adria Arjona ist eines der Kernstücke und die treibende Kraft des Films mit einer der spannendsten, cleversten Idee und Sequenz eines improvisierenden, vielschichtigen Schauspiels. Unabhängig davon, ob der Film sich an mancher Stelle zu redundant und repetitiv um sich selbst dreht und auch die ein oder andere moralisch fragwürdige Entwicklung zu bieten hat. Leider merkt man auch an der Qualität der Optik des Films die eigentlich angedachte Veröffentlichung per Streaming an. Dennoch sollte man die Möglichkeit nutzen, den Film im Kino zu sehen, er ist es auf jeden Fall wert.

„A Killer Romance“ - My First Look – 8/10 Punkte





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