Sechs junge Umweltaktivisten planen eine Protestaktion in einem riesigen Baumarkt. Sie schleichen sich nach Ladenschluss in das Gebäude und filmen ihre Aktion für die soziale Medien. Allerdings haben sie nicht mit den beiden Wachmännern gerechnet. Als einer von ihnen ums Leben kommt, mutiert sein Bruder zu einem blutrünstigen Jäger und der Store verwandelt sich in eine tödliche Falle!
Die Erwartungen waren hoch. Denn RKSS sind so ziemlich die angesagtesten Regisseure aus dem Land des Ahornblattes. Für die, die es nicht wissen – die Abkürzung steht für Roadkill Superstars und das wiederum für die drei Regisseure François Simard, Anouk Whissell und Yoann-Karl Whissell , wobei ersterer in den Credits nicht aufgelistet wird.
Denn nach dem genialen SUMMER OF 84 und dem dusseligen, aber unterhaltsamen TURBO KID konnte man jetzt schon wieder eine Steigerung erwarten. Diese bleibt zwar aus, aber WAKE UP ist ein solider Genrebeitrag geworden.
Bei Filmen über Umweltaktivisten kann man im Moment nicht viel falsch machen, denn die sind ja in jedem Land der Welt ein großes Thema. Auch wenn man sie hätte ein wenig sympathischer gestalten können, denn so wirklich mitfiebern kann man dem Sextett nicht, auch wenn die eine Dame niedlich aussieht.
Da achtet man doch mehr auf den bulligen Wachmann, der ziemlich einen an der Klatsche hat und komplett überreagiert und danach durchdreht und die Kids als Eindringlinge in sein Revier ansieht.
Was ich nicht so ganz verstanden habe – wieso werfen Umweltaktivisten, die auch für Tierschutz stehen in der Küche mit Fleischbällchen um sich? Das hat sich mir so gar nicht erschlossen.
Der Blutzoll ist gar nicht mal so gering, wobei eine FSK Freigabe ab 16 auch gereicht hätte – so schlimm sind die Szenen nun nicht.
Insgesamt ist der Film durchaus spannend und gegen Ende auch teilweise sogar recht originell (Stichwort Farbe im Dunkeln) aber es fällt eben schwer mit den Protagonisten mitzufiebern, und man schlägt sich als Zuschauer irgendwann fast eher auf die Seite des Wachmanns
Fazit: Grundsolider Horrorstreifen, auch wenn man von RKSS aber irgendwie immer ein bisschen mehr erwartet. Die Kills sind recht gut und aufgrund der überschaubaren Laufzeit ist auch nicht viel Leerlauf vorhanden. Statt Home Invasion gibt’s Baumarkt-Gemetzel – mal was anderes.