Review

Dies ist der Schwesterfilm zu "Mandinga". Ich weiß jetzt nicht ob er danach oder zuvor abgedreht wurde, aber er ist jedenfalls schwächer. Die erotische Spannung erreicht nirgends die Qualität von "Mandinga", obwohl beide weibliche Hauptdarstellerinnen nicht nur schön, sondern auch talentiert sind. Wer sich jemals gefragt hat, was aus der minderjährigen Gutsbesitzertochter aus "Die Sklavenhölle der Mandingo" geworden ist, die geradezu süchtig auf das "Ding" der schwarzen Sklaven ist, zu deren tödlicher Gefahr, sieht hier die Antwort. Die gerade erwachsene Gutsbesitzertochter mit Namen Emanuelle ist eine ausgewachsene Nymphomanien, die die - vom Baumwollpflücken? - muskulösen Schwarzen ins Bett holt und danach bestrafen läßt, ist das genaue Ebenbild der verkommenen Tochter. Immerhin wird sie sich immer mehr des Zwiespalts bewußt, der sie selbst quält, zwischen der Hingezogenheit zu den Negersklaven und der Verachtung, die sie für sie hegt. Am Schluß wird sie wie die "Mandinga" abgeschossen. Die Liebesgeschichte zwischen dem ursprünglichen Verlobten Emanuelles, dem Sohn der Nachbarplantage, und seiner schwarzen Lebensretterin wird arg kitschig präsentiert. Die Sexszenen sind alle nett, die Vergewaltigung der Schwarzen und die abschließende Liebesszene zwischen Emanuelle und ihrem Lieblingssklaven sind sogar wirklich gut gelungen. Sehr schwach ist die Szene des Schlangenbisses. Offenbar aus Sicherheitsgründen hat man nur eine tote Schlange verwendet, was allzu deutlich auffällt. Gut sind die Schlägereien und Jagdszenen. Zwar ist eine verwackelte Handkamera nicht originell aber immer noch effektvoll. Regie, Buch, Dramaturgie plätschern vor sich hin, aber die Schauspieler retten, was noch zu retten ist. Ein besonderer Schwachpunkt ist das nervende monotone Gedudel des Scores. Effektvolle Musik hätte dem Film mehr Knistern und auch locker einen Punkt mehr einbringen können.

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