Nachdem Mike vor Jahren die Entführung seines Bruders erleben musste , ist er am Boden zerstört . Als ihm auch noch seine Tante seine kleine Schwester Abby wegnehmen will , muß er einen Job als Nachtwächter in einer verlassenden Spielhalle annehmen . Doch die Tierroboter dort bergen ein schreckliches Geheimnis ...
Nein , es handelt sich hierbei nicht um eine Zusammenfassung des Nicolas Cage Films " Willys Wonderland " . Es scheint einen kleinen " besessene Tierrobter in verlassener Spielhalle drehen durch " Trend in Hollywood zu geben , doch das neue Genre könnte dringend mal einen guten Film gebrauchen , denn wer Horror oder Humor erwartet liegt hier leider nicht richtig .
Nach 20 Minuten mußte ich (ungelogen) erst mal nachsehen , ob ich auch den richtigen Film eingeschaltet habe und nicht ein Familiendrama , in dem Josh Hutcherson zufällig auch die Hauptrolle spielt . Denn jede Szene , die außerhalb der Spielhalle spielt , muß natürlich trist und öde sein - so wie ein deutsches TV Drama . Wieder mal verlegt man sich ( wie in neuen Produktionen einfach zu oft ) mehr auf Drama als auf Horror oder Spaß . Da will die unbeliebte Tante sich unbedingt Schwesterchen Abby "unter den Nagel reißen" und man kann sich getrost fragen warum . Offenbar ist die Tante eine lieblose Frau , der nichts am Schicksal von Abby gelegen ist , Abby mag sie auch nicht und es gibt ja auch kein Geld durch Abbys Vormundschaft zu holen , wie das in Filmen ja sonst meist der Fall ist . Warum macht die Tante dann überhaupt so einen Aufstand , indem sie einen Anwalt einschaltet und Leute engagiert um Mikes Leben zu zerstören ( klar , damit die Tierroboter auch mal jemand zum verhackstücken bekommen ) , wenn es für Abby doch höchstens ein bißchen Kindergeld ( wie das auch immer in Amerika sein mag ) bekommen kann , von dem man ja offensichtlich nicht gut leben kann ( sonst bräuchte Mike den Job ja gar nicht) ?
Ansonsten dreht sich der Film andauernd um das Schicksal von Mikes entführtem Bruder , das ( SPOILER ANFANG ) natürlich mit der Spielhalle in Verbindung stehen muss ( SPOILER ENDE ) . Ich hätte ja gar nichts gegen ein Mystery / Drama gehabt in dem ein Bruder mit seinen Träumen versucht seinen vermissten Bruder zu finden , aber muss das unbedingt mit besessenen Tierrobotern vermischt werden ?
Wem das noch nicht reicht , hier noch ein paar weitere Fragen die ich mir beim Ansehen des Films gestellt habe ( ACHTUNG ENTHÄLT MASSIVE SPOILER ) : Wie leicht kann es eigentlich sein die Identität des Killers von Mikes Bruder zu erraten - da ja nur eine weitere männliche Person im Film vorkommt , die ein wenig Rolle hat ? / Warum will der Killer seines Bruders denn unbedingt dass Mike in der Spielhalle arbeitet ? / Warum zieht der Killer am Ende ein Kostüm an , das ihn selber töten kann ? / Müssen Killerroboter auch noch von Kindergeistern besessen sein - reicht , da nicht eins von beiden ? / Wie kann sich ein kleines Mädchen so mir nichts , dir nichts in diese Tierroboter "verlieben" ohne mal ein wenig Angst oder Bedenken zu haben ? / Warum kann Abby zwar offensichtlich mit den Robotergeistern reden , aber um ihnen klarzumachen , dass der gelbe Hase böse ist , muss sie ein Bild malen und an eine bestimmte Wand hängen ? / War es wirklich eine gute Entscheidung die Tierfiguren mal als böse , dann als gut , wieder als böse und wieder als gut darzustellen ? / Warum ist Mike als Nachtwächter angeblich dafür verantwortlich wenn TAGSÜBER in den Laden eingebrochen wird ?(SPOILER ENDE)
Fazit : Es hatte sich wirklich so gut angehört und ich hatte mich nach der moderaten Enttäuschung durch " Willys Wonderland " besonders auf " Five Nights ... " gefreut , aber was wurde daraus ? Da will man wieder tiefsinnig sein , erzeugt damit aber nur Langeweile und Desinteresse . Ständiger Wechsel von Tagszenen mit Familienproblemen und Nachtszenen in der Spiehalle lassen keine Atmosphäre aufkommen . Obwohl " Five Nights ... " etwas aufwendiger als " Willys Wonderland " produziert wurde , würde ich mir den Cage Film jetzt eher noch mal ansehen als zuvor . Um " Five Nights " werde ich aber einen Bogen machen . Damit bleibt die Folge " Eine Freundin für Soos " der Zeichentrick Serie " Willkommen in Gravity Falls " wohl noch eine Weile der Standart im " besessene Tierrobter in verlassener Spielhalle drehen durch " Genre ...