Review

Jeff kehrt in die Heimat zurück und muß erfahren, daß seine Schwester Dorothee wegen 150.000 Dollar von Montana und seinen Männern umgebracht wurde. Jeff sinnt auf Rache...Mehr gibt es zur Handlung dieses Spaghetti-Westerns nicht zu sagen, der Standardplot eben.

Schauspielerisch reißt sich keiner der Darsteller ein Bein aus und kann vollends überzeugen, einzig der Hauptdarsteller Richard Harrison wird seiner Rolle halbwegs gerecht. Die Action, in Form von Schlägereien und Schießereien, wirkt relativ plump und wurde schon oftmals deutlich spritziger präsentiert. Ähnlich verhält es sich mit den Dialogen, weder witzig noch dreckig. Mehr als eine Aneinanderreihung von Versatzstücken des Genrés werden dem geneigten Betrachter nicht geboten, infolge dessen bleiben auch Überraschungen auf der Strecke, der Spannung ist dies logischerweise eher abträglich.
Nicht besonders geschickt gewählt ist die Musik, die doch ziemlich brav vor sich hindudelt und dadurch eher stört als einen Spannungsbogen aufzubauen.

Wie sich aus den obigen Ausführungen unschwer ablesen läßt gehört "Djangos blutige Spur" (obwohl wie so oft auch hier kein Django auftaucht) keinesfalls zu den vergessenen Perlen des Italo-Westerns, sondern zu der großen Zahl von Filmchen, die auf der Welle mitschwimmen und auch ein paar Zuschauer ziehen wollten. Ob dies 1972, als der Western "Made In Italy" seine Glanzzeit längst überschritten hatte, gelang darf bezweifelt werden. Man hat es hier mit einem jener Filme zu tun, die man sich als Fan einmal antun kann, aber eben nur dann.

4/10 Punkten

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