Um ihre bitchy Konkurrentin Brianna bei der anstehenden Wahl zur Präsidentin der "Sigma Lambda Theta"-Schwesternschaft auszustechen, bringt die junge Studentin Emily ein echtes Faultier namens Alpha als Maskottchen mit in ihr Wohnheim, was ihr prompt einen gewaltigen Popularitätsschub bei ihren Mitbewohnerinnen verpasst. Zu spät geht ihr allerdings ein Licht auf, was sie sich da in die Bude geholt hat: Hinter Alphas harmloser und gechilliter Faultier-Fassade schlummert nämlich in Wahrheit ein mordlüsterner Psychopath, der unbemerkt eine Killing-Spree veranstaltet und die Reihen der Sorority-Girls kräftig ausdünnt... Wie kommt es, dass "Cocaine Bear" als überzogene und abstruse Tierhorror-Komödie jüngst erst so richtig ins Schwarze getroffen hat, während der noch wesentlich parodistischer daherkomende "Slotherhouse - Ein Faultier zum Fürchten", der ja ungefähr dasselbe Terrain beackert, so ein durch und durch peinlicher Rohrkrepierer geworden ist und gänzlich flachfällt? Nun ja, auch Comedy ist harte Arbeit und neben einer offenbar im Suff erdachten Prämisse als Ausgangspunkt für ihr laues Filmchen haben es die Macher wohl nicht für nötig erachtet, noch an solchen nebensächlichen Details wie "Handlung" oder "Jokes" zu feilen, *ähem*... aber okay, da hätte es zugegeben schon eines Mel Brooks im "Frankenstein Junior"-Modus bedurft, um das Ganze ein wenig mehr glänzen zu lassen. Die Formel "80s-Slasher-Setting + Faultier als Psychopathen-Ersatz = Lacher am laufenden Band" geht hier jedoch schlicht nicht auf, denn Regisseur Matthew Goodhue vertraut da voll und ganz auf die Zugkraft seiner Grund-Idee, deren Witzigkeit sich eigentlich schon mit dem Wortspiel im Titel zur Gänze erschöpft hat, ohne da aber im Anschluss auch noch nur einen einzigen guten Gag in petto zu haben. Das Faultier selbst sieht dabei ungefähr so echt aus wie der Gopher in "Caddyshack", was einerseits zwar nochmal die Unernsthaftigkeit der Angelegenheit unterstreicht, sich aber doch schnell als ziemliches Manko und Achillesferse des Streifens erweist... nicht, weil die zum Einsatz kommende Puppe so offenkundig fake wirkt, sondern, weil da permanent eine Niedlichkeit behauptet wird, die man als Zuschauer beim Blick auf das hässliche Vieh mal echt nicht unterschreiben kann. Im Gegensatz zum Koks-Bärchen geht es beim Killer-Faultier zudem auch sehr viel weniger blutig zur Sache, was einen ziemlich enttäuscht, denn eigentlich wäre das Ganze doch für einen flotten Fun-Splatter prädestiniert gewesen. Als reine Genre-Komödie ist "Slotherhouse - Ein Faultier zum Fürchten" ergo ein Reinfall auf der ganzen Linie und tatsächlich unlustiger als jeder beliebige Teil von "Scary Movie", aber zumindest fügt er dem Tierhorror-Kabinett nach "Rabbits" (Riesen-Karnickel), "Slugs" (Nacktschnecken), "Black Sheep" (Schafe) und "Graveyard Monster" (Tasmanischer Teufel) doch ein weiteres abseitiges Exponat hinzu, immerhin.
3/10