Review

Meine Fahrt mit Clark

Im Grunde ein kleines Kfz-Kammerspiel über eine Frau, die ab dem JFK-Flughafen in New York ein Taxi nimmt - und mit dem älteren Taxifahrer auf seiner letzten Fahrt in dieser Nacht in ein Gespräch über's Leben, über Beziehungen und (Selbst-)Liebe gerät…

Der Anti-„Collateral“

„Daddio“ punktet mit Dakota Johnsons bisher bester Performance (obwohl das nicht allzu viel heißt), mit einem angefixten Sean Penn, glaubhaften „Fahraufnahmen“, einem nächtlichen New York und psychologisch-sexuell-menschlichen Themen, die sich von Fluch in Segen für den Film entwickeln. Vaterkomplexe, Vorurteile und Verständnis. All das strahlt „Daddio“ in seinen besten und komplexesten und emotionalsten Momenten aus und ab. In seinen schwächsten Momenten kann er aber auch nerven und vor Klischees triefen. Dickpics und Dummheiten. Selbst wenn er diese dann oft im nächsten Moment untergräbt und umkehrt. Aber zuerst existieren sie nunmal und nehmen auch ihren Platz ein, entfalten ihre Wirkung und regen mich auf. Dass „Daddio“ daraus dann aber etwas Anständiges hinbiegt, rechne ich ihm hoch an. 

Feuchte Schlübber & feuchte Augen

Fazit: gesprächig, gemütlich, gesellig, gut. „Daddio“ ist eine Fahrt vom Ungewissen ins Gewisse. Und Gewissen.  

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