iHaveCNit: Dream Scenario (2024) – Kristoffer Borgli – DCM / A24
Deutscher Kinostart: 21.03.2024
gesehen am 03.02.2024 in OV im Rahmen des Fantasy Filmfest White Nights 2024
Arthouse-Kinos Frankfurt – Große Harmonie – Reihe 6, Platz 13 – 19:30 Uhr
gesehen am 26.03.2024
Arthouse-Kinos Frankfurt – Kleine Harmonie – Reihe 4, Platz 7 – 18:00 Uhr
Im letzten Jahr ist mir durch eine Sneak-Reihe des Vertrauens vor cirka genau einem Jahr ein Film besonders hängen geblieben. Die bitterböse und auch grafisch sehr fiese Satire über den Aufmerksamkeitsdrang in toxisch kompetitiven Beziehungen mit dem Namen „Sick of Myself“ von Kristoffer Borgli. Vermutlich ist Borgli damit auch auf dem US-amerikanischen Radar aufgetaucht, so dass er in seinem neuen Film mit A24, dem „Hereditary“ und „Midsommar“-Regisseur Ari Aster in der Produzentenfunktion und der Schauspielgröße Nicolas Cage zusammenarbeiten konnte. Und „Dream Scenario“ ist durchaus ein interessanter Film geworden, den ich bereits Anfang Februar auf dem Fantasy Filmfest White Nights 2024 sehen konnte und mir noch ein wenig Zeit lassen wollte, ihn dann noch einmal zum regulären Start zu sehen.
Paul Matthews lehrt im Bereich Biologie an einer Universität und er lebt mit seiner Ehefrau und seinen beiden Töchtern zusammen. Eigentlich plant er schon seit Ewigkeiten ein Buch, dass er nie angefangen hat und auch in seinem kompletten Umfeld gilt er eigentlich als unbedeutender Langweiler. Doch dann scheint sich sein Leben sehr schnell zu verändern, als er Bestandteil der Träume von Personen wird, die sich nicht nur in seinem persönlichen Umfeld befinden. Anfangs noch unbeteiligt in den Träumen nimmt die ganze Sache für ihn ungeahnte Ausmaße an, als auch sein Handeln in den Träumen ungeahnte Ausmaße annimmt.
Mit einem großartigen Nicolas Cage in der Hauptrolle macht „Dream Scenario“ in seiner Skurilität einfach sehr viel Spaß. Diese schwarze Komödie hat durchaus einige sehr unterhaltsame, unterhaltsam gespielte und auch die ein oder anderen sehr fiesen, vielschichtigen und auch teils entlarvenden Momente. Die Art und Weise, wie der Film seine Themen des Umgangs mit öffentlicher Aufmerksamkeit sowohl Innen als auch Außen und dem Kulturkampf sowie der modernen Meme-Kultur dahingehend mit seiner leicht mysteriösen, fantasy-lastigen Idee von einem Mann, der unverhofft in den Träumen anderer auftaucht und dessen Handlungen während dieser Träume sich auch komplett wandeln und ihre entsprechenden Folgen haben, verknüpft gefällt mir sehr. Auch wenn natürlich dieser schwarzhumorige, tragikomische Ansatz als Satire nicht ganz in die Tiefe geht, etwas zahm bleibt und auch eine gewisse Spur Science-Fiction gegen Ende hin dem Film einen kleinen Bruch gibt. Da müsste ich durchaus meine Wertung für „Sick Of Myself“ vielleicht etwas nach oben korrigieren, wenn ich nun „Dream Scenario“ die gleiche Wertung geben möchte.
„Dream Scenario“ - My First Look – 8/10 Punkte