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Die RTA-Theatertruppe im berüchtigten Hochsicherheitsgefängnis Sing Sing hat gerade erfolgreich Shakespeares Mittsommernachtstraum gespielt. Bei der Auswahl des nächsten Stücks macht sich ein Neuling für eine Komödie stark, was schließlich in einer selbstgeschriebenen Zeitreisefarce mit Hamlet, einer Mumie, Cowboys, Captain Hook und Freddy Krueger mündet. 

Was nach einer albernen Prämisse klingt, zeigt ganz ernsthaft, wie eine Handvoll verlorener Männer zu sich selbst findet: „We‘re here to become human again“, klärt einer der Schauspieler den Neuzugang Clarence „Divine Eye“ auf. Dieser tut sich noch schwer mit den kindischen Übungen, den weibischen Kostümen und dem restlichen Theaterkram. Doch Gründungsmitglied „Divine G“ (Colman Domingo) nimmt sich seiner an. 

SING SING ist sachlich bis dokumentarisch inszeniert, basiert auf wahren Begebenheiten, ehemalige Inhaftierte spielen sich selbst – und doch ist der Film recht klischeehaft geraten. Da war die theatralischere Version eines ähnlichen Stoffes in WEEDS (1987, mit Nick Nolte) deutlich mitreißender und auch rührender.

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