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Ein einsamer Lehrer, eine Hausbedienstete, die Mann und Sohn verloren hat und ein Schüler, dessen Eltern ihn an Weihnachten nicht bei sich haben wollen – das ist nicht gerade das Personal für einen Feelgood-Film. Aber so etwas dreht Alexander Payne (SIDEWAYS, NEBRASKA) ja auch nicht. 

Der ausgezeichnet gespielte und musikalisch wunderbar untermalte Film ist wie die meisten seiner Werke eine reichlich melancholische Angelegenheit, die erste Hälfte ist sogar regelrecht deprimierend, erst dann kommt der Film langsam in Schwung und nimmt auch den Zuschauer mit. 

Bisweilen hat man das Gefühl, einen Wes Anderson-Film zu sehen, aus dem die ganze Verspieltheit, die Skurrilität und die zu witzigen Szenen herausgeschnitten wurden. 

Nichtsdestotrotz ein schöner, leiser und sehr stimmungsvoller Film – es ist nur eben meist eine etwas gedrückte Stimmung.

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