iHaveCNit: One Life (2024) – James Hawes – Paramount
Deutscher Kinostart: 28.03.2024
gesehen am 27.04.2024
Arthouse-Kinos Frankfurt – Cinema – Studio – Reihe 3, Platz 1 – 18:15 Uhr
Sofern sich für mich keine weiteren Möglichkeiten für 2 eigentlich noch geplante Kinostarts aus dem März 2024 ergeben, ist dieser somit aktuell für mich mit der Sichtung von James Hawes „One Life“ abgeschlossen. Denn das Biopic mit einem Sir Anthony Hopkins in der Hauptrolle hat mich durchaus interessiert.
Nicholas Winton ist ein ehemaliger Banker, der von Schuldgefühlen geplagt zum Wohltäter geworden ist. Warum ihn Schuldgefühle plagen ? Kurz bevor Adolf Hitler und die Deutschen Prag überrannt haben, ist er dorthin gereist und hat dort mithilfe weiterer Personen und Verbindungen nach England die Rettung und Flucht von 669 Kindern organisieren können, doch bei der letzten Flucht war es zu spät, so dass er sich ein Leben lang diese Vorwürfe gemacht hat. Beim Durchstöbern alter Unterlagen von damals wird Winton durch eine mediale Aktion überrascht, von deren Ausmaß er keine Ahnung haben wird.
„One Life“ möchte als Biopic das Lebenswerk vom britischen Pendant zu Oskar Schindler, Sir Nicholas Winton darstellen und man hat sich hier eher für eine durchaus klassische und teils nüchterne Variante entschieden, die sich auf zwei Zeitebenen verlagert. Wir erleben wie Sir Nicholas Winton damals in jüngeren Jahren zwischen Prag und London pendelt und mit einem Team weiterer Helfer die Organisation der Rettung und Flucht von Kindern plant und durchführt, was in durchaus spannenden und dramatischen Szenen mündet. Hier wird er von Johnny Flynn verkörpert, während Sir Anthony Hopkins in der zweiten Zeitebene den wesentlich älteren Winton spielt, bei dem diese charakterliche Reise von Schuldgefühlen hin zu Dankbarkeit und Absolution sehr gut dargestellt wird, selbst wenn natürlich die emotionale Wirkung bei den Zuschauern sehr forciert wird.
„One Life“ - My First Look – 7/10 Punkte