Review

iHaveCNit: Ein Fest fürs Leben (2023) – Richard Huber – Warner

Deutscher Kinostart: 19.10.2023

gesehen am 19.10.2023

Kinopolis Main-Taunus-Zentrum – Kino 5 – Reihe 13, Platz 15 – 20:15 Uhr

Der deutsche Film hat durchaus in den letzten Jahren immer wieder bewiesen, dass man mit einer relativ minimalistischen kreativen Eigenleistung erfolgreiche Filme aus vor allem dem französischen Raum für das deutsche Kino neu verfilmt – nur wenige Jahre nach der Veröffentlichung des Originals. Ad hoc würden mir hier an der Stelle Filme wie „Contra“ ; „Der Vorname“ und „Der Nachname“ einfallen. Da passt es natürlich ins Bild, dass für eine weitere Neuverfilmung auch wieder Christoph Maria Herbst mit dabei ist. Diese weitere Neuverfilmung bezieht sich auf den französischen Erfolgsfilm „Le sens de la fete“, der hierzulande unter „Das Leben ist ein Fest“ veröffentlicht und vom durch „Ziemlich Beste Freunde“ bekannten Regisseurenduo Eric Toledano und Olivier Nakache inszeniert worden ist. Die deutsche Verfilmung trägt nun den Namen „Ein Fest fürs Leben“.

 Dieter Salzmann betreibt eine Eventfirma, die sich insbesondere auf Hochzeiten spezialisiert hat. Während er mit privaten Problemen zu kämpfen hat und eigentlich aus der Branche aussteigen möchte, steht noch ein großer Auftrag auf einem Schlossgelände aus, bei dem bei einer Hochzeit alles Glatt laufen soll. Doch es kommt anders.

Ganz ehrlich an dieser Stelle, das Original hatte ich damals auf dem Schirm, aber im Kino liegen gelassen, so dass ich das Original gerade vor Verfassen der Zeilen noch einmal nach der Sichtung des deutschen Films gesehen habe, damit ich einem kleinen kritischen Ansatz nachgehen konnte, den ich bereits in der Einleitung dieser Kritik erwähnt habe – die minimalistische kreative Eigenleistung. Natürlich mit anderer Besetzung, anderer Location, anderen Rollennamen und lokal notwendigen Variationen vermeidet man, hier den selben Film zu sehen, aber nicht einen gleichen Film zu sehen, denn „Ein Fest fürs Leben“ ist ein fast 1:1-Kopie des französischen Originals, die einen interessanten Einblick in die Organisation und die Durchführung vor Ort bei den Planungen und der Durchführung des Eventmanagements von der Dekoration, des Caterings und der gesamten Veranstaltung einer Hochzeit liefert und hier viele kleine Nebenschauplätze im Film erzählt werden, die allesamt durchaus unterhaltsam sind und mit Blick auf die Laufzeiten beider Filme scheint man die deutsche Version um einige Minuten entschlackt zu haben, was sich natürlich positiv auf die Rasanz der Komödie auswirkt, in der es allen Widrigkeiten, Hindernissen und Fehlschlägen zum Trotz auf Improvisationstalent und Zusammenhalt ankommt, um aus einfach nur einer Hochzeit „Ein Fest fürs Leben“ zu machen.

„Ein Fest fürs Leben“ - My First Look – 7/10 Punkte. 





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