Die Nachricht vom Tod ihres Vaters läßt die gerade im Einsatz befindliche Spezialagentin Parker (Jessica Alba) in ihre US-amerikanische Heimat zurückkehren. Dort versucht sie, die Todesumstände ihres Papas zu rekonstruieren, kommt ihr doch einiges verdächtig vor, trotzdem ihr der örtliche Sheriff Jesse Swann (Mark Webber), mit dem sie früher mal zusammen war, das Gegenteil versichert.
Parkers verwitweter Vater Harry, ein ehemaliger Green Beret, hatte sich in der ländlichen Gegend eine alte Mine gekauft und dort - in Sichtweite zu einem US-Militärdepot - eine gut gehende Bar eingerichtet. Wie es mit der Kneipe weitergehen soll, steht noch in den Sternen, denn Parker will keineswegs bleiben, da ihr das ländliche Ambiente, in der der gerade im Wahlkampf befindliche konservative Senator Ezekiel Swann (Anthony Michael Hall) das Sagen hat, nicht sonderlich gefällt. Überhaupt scheint die Familie Swann einen unheimlichen Einfluß auf die Gegend zu haben: zwar landet die Rückkehrerin mit dem Sheriff - aus alter Gewohnheit - nochmals kurz in der Kiste, doch dessen stets krumme Geschäfte machender Bruder Elvis (Jake Weary) ist immer noch derselbe Stinkstiefel wie früher, und als deren Vater sie für seinen Wahlkampf einspannen will, weiß Parker endgültig, daß sie hier nicht bleiben will.
Zuvor jedoch gilt es noch, hinter ein wohlgehütetes Geheimnis zu kommen, wobei die Militärspezialistin außer Hausmeister Mikey (Gabriel Basso) und ein paar mexikanischen Nachbarn niemandem trauen kann...
Der Action-Thriller Trigger Warning mit Jessica Alba in der Hauptrolle ist ein höchst generischer Langweiler, dessen Ende man schon nach einem Drittel der Laufzeit vorhersehen kann. Regisseurin Mouly Surya mischt einige sattsam bekannte Klischees - wie jenes von der eisenharten Kämpferin mit goldenem Herz - mit ein paar vom Zeitgeist angehauchten Themen - weibliche Hauptdarstellerin, konservative graue Eminenz, gute Migranten, legaler Drogenbesitz etc. - zusammen, vergißt dabei aber nicht nur auf den Aufbau einer Spannungskurve, sondern läßt selbst die an sich ansprechende Location in der Wüste zum reinen Hintergrundbild verkommen.
Während Parker also langsam dahinterkommt, was die ungleichen Brüder Swann so treiben, streift das Drehbuch die gesellschaftspolitischen Themen nur im Vorübergehen, ohne sich damit wirklich auseinanderzusetzen. Dies beginnt schon in der Eingangsszene, als ihre Einheit irgendwelche terroristischen Kämpfer festgenommen hat und ihr Kollege beginnt, diese zu erschießen, was sie kaum verhindern kann - wtf? Eine Begebenheit übrigens, von der man dann nie wieder etwas hört, genausowenig wie von ihrer offenbar mexikanischen Mutter, die allerdings schon länger (wieso eigentlich?) verstorben oder verschwunden scheint. Immerhin kann sie sich auf ein paar nicht näher vorgestellte mexikanische Nachbarn verlassen, die von Elvis Swann abfällig "Taco-Fresser" genannt werden. Nebenbei erfährt man, daß auch die junge Parker schon immer Papas Darling war, und jetzt ist der alte Herr, ein ex-Militär und damit unzweifelhaft ein besonders verdienter US-Amerikaner (...), der sich ein Herrenzimmer mit Kino unten in der Mine eingerichtet hatte, also abgetreten - wohl nicht ganz freiwillig, denn er wurde im Schacht verschüttet. Oder war er doch schon altersbedingt "zu vergesslich geworden", wie kolportiert wird?
Könnte man mit diesem unausgegorenen Drehbuch gerade noch so leben, versagt die Regie dann leider auch in Punkto Dramaturgie und Storyboard: während manche nächtliche Aktion in der ungenutzten Wüsten-Location im Dunklen verschwimmt, wird aus heiterem Himmel mal eben eine Gefangene gefoltert, folgenlos mit RPGs zum Spaß in der Gegend herumgeballert oder auch ein heruntergekommenes Containerterminal mit rostigen Behältern (inklusive dort geparktem LKW mit Geheimgang unter die Erde) als streng bewachtes US-Militärdepot deklariert - boing!
Nein, ein derart schlechtes Skript haben sich auch die durchschnittlich agierenden Darsteller nicht verdient, und der einzige Trigger, vor dem Trigger Warning warnen könnte, ist rasch einsetzende, gähnende Langweile. Zu wenig gewollt und noch nicht einmal das gekonnt: 3 Punkte.