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Als anno 1997 der Slasher „Ich weiß, was du letzten Sommer…“ herauskam, ahnte wohl kaum jemand, wie viele Genrependants er in den nachfolgenden Jahren zutage fördern würde. Das ist vielleicht auch ein Grund, warum sich der schwedische Beitrag überaus US-amerikanisch gibt, obgleich er es aufgrund des Settings überhaupt nicht nötig hätte.

Halloween im Vergnügungspark Liseberg: Fiona erhält die undankbare Aufgabe, fünf ihrer ehemaligen Freunde aufgrund eines VIP-Events durch den Park zu geleiten. Nach dem Testen einiger Fahrgeschäfte ist plötzlich der Strom aus und ein Killer mit Maske tritt in Erscheinung…

Die Exposition führt unweigerlich auf eine eindeutige Fährte: Jemand hat es auf Rache abgesehen, denn vor ziemlich genau einem Jahr starb eine junge Frau unter bis dato noch nicht genauen Umständen auf einer Party und natürlich waren seinerzeit eben jene Besucher vor Ort. Leider kristallisiert sich unter ihnen kein Sympathieträger heraus, doch auch der Kreis der potentiellen Mörder bleibt überschaubar, zumal das Motiv von vornherein klar ist.

Ein Vorteil ist hingegen die Kulisse des Freizeitparks, den es nahe Göteborg tatsächlich gibt. Während der Flucht streift die Gruppe viele Stationen, einige Vogelperspektiven veranschaulichen die Größe des Geländes, nur mangelt es nach dem Stromausfall zuweilen an vernünftiger Ausleuchtung, obgleich die bunten Lichter mancher Fahrgeschäfte bei Nacht einen gelungenen Kontrast markieren. Leider werden diverse Stationen nur abgeklappert, jedoch selten vom Killer aktiv genutzt, wodurch einige Kills gar ins Off verfrachtet werden.

Dennoch erhalten Freunde von Gewalteinlagen ein paar blutige Momente mithilfe einer Enthauptung, mehreren Messereinsätzen, einer Axt und einem Kehlenschnitt. Sonderlich kreativ geht der Schlächter allerdings nicht zu Werke und auch die puppenhafte Maske verliert bereits nach kurzer Zeit ihren Reiz und ist spätestens mit dem Enttarnen der Identität völlig wirkungslos.

Immerhin ist das Erzähltempo flott, der Score ist sauber abgestimmt und treibt in den relevanten Momenten ordentlich an und auch die wenigen Mimen leisten passable Arbeit.
Nur überrascht die vorhersehbare und in vielen Aspekten schon oft da gewesene Story nicht und selbst ein zusätzlicher Twist verpufft weitgehend. So können Genrefans einen Blick riskieren, sollten jedoch nicht mit einem Meilenstein rechnen.
5,5 von 10

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