Review

Spanien punktet in den letzten Jahren immer häufiger, so auch mit dem Psychothriller Killing Words .

Die Storyline entspringt einem Theaterstück, das wird selbst dem letzten Zuschauer nach den ersten 10 Minuten völlig klar.

Selten verlässt die Kamera die Räumlichkeiten, und im Vordergrund stehen oftmals emotional durchdringende Dialoge und stilistisch kalte Bilder.

Die Sets sind so karg wie das Gefühlsleben der beiden Hauptfiguren.
Hier ist optisch alles stimmig, was ein sehr gutes Thriller-Drama ausmacht.

Immer und immer wieder gibt es falsche Spuren und überraschend neue Wendungen innerhalb der an und für sich schlichten Geschichte.

Das Spiel aller Akteure ist exzellent und sehr direkt.
Die Kamera hängt an den Figuren, die gnadenlos ins Licht gezogen und in den Schatten gedrängt werden.
Close-ups von Gesichtern und Augen bleiben in Erinnerung (Leone hätte daran sein Freude gehabt!).

Die Brutalität und Gewalt entspringt fast immer dem Gesagten oder dem Angedeuteten.
Blutgeile Gewalt-Voyeure werden hier nicht bedient.
Dennoch bleibt ein brutal verstörender Gesamteindruck beim Zuschauer zurück, der seine Krönung in der letzten Filmsequenz findet.

Fazit:

Fesselndes, ab und an beklemmendes Verwirrspiel um verübte Macht und grausam kalkulierte Vergeltung, gepaart mit einem dezent irrwitzigen Schwarzhumor.

Wer ihn gesehen hat, weiss, was ich meine.

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