Review

Geisterkram aus Südkorea…10.09.2025

Der Rahmen

Alles bestens bei Soo-Jin und ihrem Mann Hyun-su, man lebt friedlich in einer Wohnung, wartet auf die Geburt des ersten Kindes, es könnte ein schönes Leben sein…würde nur Hyun-su nicht schlafwandeln und dabei merkwürdige Dinge tun wie sich das Gesicht zerkratzen oder rohes Fleisch essen. Auf zum Doktor, Medikamente sollen helfen, auch die Wohnung wird abgesichert, sodaß Soo-Jin nicht in Gefahr ist. So auch später, als das Baby die Familie bereichert, doch die Mutter hat zunehmend Angst, daß ein böser Geist ( der unterwegs ist, weil der verstorbene Mieter in der Wohnung unter der Familie keine Ruhe findet ) ihren Mann heimsucht und zu grausigen Dingen treiben will. Hyun-su, bekommt von dem ganzen Schlamassel nichts mit, er möchte doch nur in Ruhe schlafen…doch leider verrennt sich seine Frau in das Geisterthema, beauftragt eine Schamanin und wird schließlich in die Psychiatrie eingewiesen. Schließlich naht der Tag der Entscheidung…Soo-Jin bringt alle Protagonisten zusammen und will den Geist endgültig austreiben…doch gibt es diesen überhaupt? Ist nicht einfach nur der mann ein schlafwandle rohen böse Ambitionen und Soo-Jin verrückt?

Gucken oder nicht?

Hmm, es fängt gut an, verläuft sich dann aber im Nichts…
 
Warum?

Der Grundgedanke ist fein, das Geisterthema eher nicht so meine Sache, aber das gehört zum asiatischen Kino einfach dazu. Wenn man den Film ohne das Geistersujet nüchtern betrachtet, sieht man einfach einer Frau zu, die langsam paranoid wird. Kann passieren, ist nicht schön, aber heilbar – und so wären beide Protagonisten mit ärztlicher Hilfe wahrscheinlich besser beraten. Doch wir sollen uns gruseln, und daher werden die Umstände der Wohnung immer ungemütlicher, bis man schließlich selbst nicht mehr weiß, ob nicht vielleicht doch ein Geist…aber Geister gibt es doch nicht, oder? Die Darsteller machen hier einen guten Job, an sich ist es fast ein Zweipersonenstück, und so wird man eine Stunde lang gut unterhalten, bevor das letzte der drei Kapitel leider den Bogen überspannt, mitsamt Exorzismus und ähnlichem kram. Hier verliert der Film seine Richtung, wird beliebig, und wenn zum Schluß ein ruhiges schnarchen ertönt, kann man sich selbst einen Reim auf die Geschehnisse machen – oder eben auch nicht.

Die Note

Gute Grundidee, sauber ausgeführt in der ersten Hälfte, in der man, je nach Haltung, mehr Mitleid mit Vater oder Mutter hat, dann aber leider zu gewollt geisterhaft und in der Auflösung unsauber - 6/10.

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