Der Film startet mit einer kurzen Vorgeschichte, von der ich gerne mehr gesehen hätte. Dort wird ein Höhlenmensch von einem Virus infiziert. Danach springt der Film gleich in die 90er. Bucky und sein Kumpel Vish wollen einen Amateurfilm drehen, um an einem Filmwettbewerb teilzunehmen. Doch als sich der Vater von Bucky zufällig mit dem uralten Virus infiziert, kommt alles ganz anders als geplant. Es soll statt einem Drama, ein Horrorfilm werden und der Zombie-Vater soll die Hauptrolle spielen.
Hört sich schräg an? Ist es auch und bietet eine lustige Story über das Filmemachen als Anfänger mit großen Plänen und Träumen.
Eine Sache hat mich aber gleich am Anfang gestört, dass Vish stumm ist. Ich hatte lustige Dialoge zwischen ihm und Bucky erwartet. Dafür kommen aber die beiden weiblichen Darstellerinnen zu Wort. Eine davon ist Mena Suvari, die man in so einer Art Film nicht erwartet.
Im Mittelteil des Films geht es mir zu langsam weiter. Zu wenige Charaktere und hauptsächlich nur das Haus als Schauplatz. Witz und Ideen lassen etwas nach. Ab und zu wird es kurz spannend, wenn der Detektiv vorbeischaut, nur fehlt da die Abwechslung.
Bei dem Filmtitel "All You Need Is Blood, muss es natürlich blutig zur Sache gehen. Hier und da gibt es vereinzelt kurze Bluteffekte, aber nichts Besonderes. Die besten und blutigsten Effekte kommen erst im Finale. Da dreht der Film erst richtig auf und überrascht noch mit Zeitlupe und cooler Musik. Ob einem die Musik im Finalkampf passt oder nicht, kommt auf den eigenen Musikgeschmack an. Mir hat sie als Italo Fan sehr gut gefallen. Das eine Musikstück hört sich nach Giallo und das andere nach Italo Western an, nur etwas moderner. Die meisten Effekte sind handgemacht, sogar die große Mutation im Finale kommt nicht aus dem PC.
Bei bestimmten Splatterszenen sind mir zwei Soundeffekte (lizenzfrei) aufgefallen, die ich auch für meine eigenen Filme verwendet habe (Fake News - The Bloody Truth, Bloody Dreams).
Fazit: Kleiner aber feiner Splatterspaß.