Eine junge Kunstrestauratorin reist in ein kleines italienisches Dorf, um ein mittelalterliches Bild zu bearbeiten. Doch was sie nicht ahnt: Das Gemälde birgt einen uralten Fluch und bald muss sie sich gegen ein grausames Monster zur Wehr setzen, dass es auf sie abgesehen hat. Zeitgleich treibt ein brutaler Serienkiller sein Unwesen, der seine Opfer in ein düsteres Kellerverließ sperrt. In dessen Mitte befindet sich ein mysteriöser Brunnen, verschlossen mit Bannformeln. Aus gutem Grund. Die Grenzen zwischen Realität und Albtraum verschwimmen…
Ich wusste im Vorfeld über diesen Film nur, dass es sich um eine Restauratorin handelt, die ein Bild wiederherstellen soll und dabei schreckliches zu Tage fördert. Statt einer Hexengeschichte sehen wir hier jedoch eine teilweise wüste Splatterorgie, die sicherlich zu dem brutalsten gehört, was in diesem Jahr erscheinen wird (TERRIFIER 3 habe ich nicht gesehen, aber der treibt es sicher noch ein wenig doller).
Hier werden Gliedmaßen abgehackt, Augen eher unfreiwillig gewaltsam entfernt, Haut abgezogen und Knochen bearbeitet. Ich habe mit diesen Szenen kein Problem, aber sie sind in meinen Augen kein Qualitätsmerkmal für einen guten Film. Die Gorefreunde werden ihre helle Freude haben.
Zwischen dem ganzen Gemetzel versucht ausgerechnet Lauren LaVera ein wenig schauspielerische Qualität hereinzubringen, was ja fast ein Treppenwitz ist, da man sie ja aus TERRIFIER 2 schon kennt und sie wohl eine Vorliebe für Splatterfilme zu haben scheint, denn auch ihr neuester Streifen THE FETUS sieht nicht gerade nach romantischer Komödie aus.
Die Geschichte ist insgesamt gar nicht mal schlecht und auch die Auflösung des ganzen ist nachvollziehbar, auch wenn man da das schmale Budget in einigen Szenen sieht. Da hat man die Kohle sicher hauptsächlich mehr ins Gemetzel investiert, denn diese Effekte sehen mir doch handgemacht aus.
Wieso das Monster da unten rumläuft habe ich nicht verstanden, genauso wenig wie seine lackierten Fingernägel und sein derb geschminktes Gesicht. Welchen Sinn soll das haben?
Unter dem Strich eine Freude für Menschen die gerne Blut sehen, denn viel brutaleres bekommen sie in diesem Land sicher kaum mehr im Jahre 2025 kredenzt – es sei denn sie wildern im Underground oder im Darknet herum. Der Film selbst ist ordentlich und hat zudem noch ein wirklich schönes, fieses Ende zu bieten. Ein bisschen mehr Budget wäre wünschenswert gewesen.
5,5