Biber Butzemann!
„Hundreds of Beavers“ ist einer der lustigsten, kreativsten und unvorstellbarsten Filme, die ich je gesehen habe. Top 15 in all diesen Kategorien, locker. Kein Spaß - das Ding hat es verdient höchste Wellen zu schlagen. Immer unberechenbar und verdammt anders - ein komödiantischer Stummfilm aus den verschneiteren Indiewinkeln der Staaten. Über einen Mann allein in der Wildnis und wie er langsam lernt die nervigen Biber zu jagen und zu nutzen…
Looney Toons treffen Keaton, Happy Tree Friends treffen Chaplin, Jackass trifft Lloyd
„Hundreds of Beavers“ ist eine aufwändige, kreative Explosion von einem Fan für uns Fans. Und für die Annalen. Man kann es nicht anders sagen. Über hundert Minuten muss man erstmal füllen - diese bizarre Biberjagd zwischen Sonntagmorgencartoon, Videospiel und Experimentalfilm schafft das mühelos. Ich kann es kaum in Worte fassen, wieviel Kreativität und Liebe hier einfach in jeder Minute stecken. Größer kann mein Lob an das sicher sehr kleine Filmteam hier kaum sein. Das Teil ist genauso mutig wie genial. Andere erträumen sich nicht halb so viel - die hier setzen es jedoch direkt in die Tat um, bannen es für die Ewigkeit auf Film. Und ich könnte ihnen dankbarer dafür kaum sein. „Hundreds of Beavers“ muss ein Herzensprojekt über Jahre gewesen sein. Man hat gefroren und gekämpft, man hat gedacht, gelacht, geweint. Noch mehr gefrorenen. Aber am Ende war es das wert, liebe Jungs und Mädels! Grüße raus in die Heimat des Ahornblatts. In fünfzehn Jahren wird kein Buch a la „101 Kultfilme, die man gesehen haben muss“ mehr ohne diesen Geniestreich auskommen. Das steht für mich außer Frage. Klar, Humor ist subjektiv wie wenig sonst auf der Welt. Aber „Hundreds of Beavers“ ist einfach zu clever, liebevoll und prächtig um verschütt zu gehen. Qualität wird sich durchsetzen. Und eine solche Leidenschaft, ein solches Ideensammelsurium, solche Film- und Popkulturzitate, eine solche Gagdichte, findet man einfach nur alle paar Jahre mal. Wenn überhaupt. Paart das mit der herausragenden Optik, einem Ohrwurmsong und ganz vielen audiovisuellen Sympathiebonuspunkten, erst recht von Gamern, dann darf man mit ruhigem Gewissen von einem kommenden Kultfilm und Meisterwerk seiner Art sprechen. Okay, er ist auch der einzige seiner Art. Aber das ist nur noch ein Lob mehr.
Fazit: eine der kreativsten Leistungen der Filmgeschichte. Ich bin sprachlos. Ein Meisterwerk der Einfälle, Witze und Hommagen. Diese hysterische Hetzjagd baut sich zu einem kompletten und direkten Kultklassiker auf. Das letzte Drittel ist Eskalation und Ekstase pur. Meinen größten Respekt für diese Leistung, dieses chaotische Mammutwerk.