Review

iHaveCNit: Wonka (2023) – Paul King – Warner

Deutscher Kinostart: 07.12.2023

gesehen am 08.12.2023 in Dolby Atmos

Kinopolis Main-Taunus-Zentrum – Kino 9 – Reihe 9, Platz 24 – 19:50 Uhr

2005 kam von Tim Burton mit Johnny Depp in der Hauptrolle inszeniert eine gleichnamige Verfilmung von Roald Dahls Kinderbuch „Charlie und die Schokoladenfabrik“ in die Kinos. Nun ist mit „Wonka“ eine weitere Verfilmung in den Kinos passend zu Weihnachten am Start, die vom „Paddington“-Regisseur Paul King mit Timothee Chalamet in der Hauptroller inszeniert worden ist und statt einer Neuverfilmung nun etwas abgewandelt die Vorgeschichte von Willy Wonka liefert. Für mich als jemanden, der sich kurz bevor ich diese Zeilen angefangen habe erst mit Tim Burtons Film beschäftigt hat liefert komme ich hier zu einem ähnlichen Fazit wie bereits vor wenigen Wochen beim Hunger Games-Prequel „The Ballad of Songbirds and Snakes“ - gerade weil genau ein wichtiger und sehr guter Punkt nun auch hier bei „Wonka“ zutrifft. Mehr dazu aber später.

Mit nur wenigen Münzen, aber einem großen Traum kommt der junge Willy Wonka in die große Stadt. Er möchte mit seinen magischen Süßigkeiten die dortige Bevölkerung beglücken. Doch er hat die Rechnung ohne das korrupte Schokoladenkartell gemacht – dass aus den Unternehmern Slugworth, Prodnose und Fickelgruber besteht und die eng mit Polizei und Kirche in der Stadt verwurzelt ist, die eine weitere Konkurrenz in der Stadt nicht dulden. Doch nicht nur das Kartell, auch das Duo Scrubbit und Bleacher, die ihm mit ihrer Herberge abziehen und dann zur Zwangsarbeit verdonnern, erschweren dem jungen Wonka den Start, sein Geschäft mit seinen magischen Süßigkeiten zu eröffnen.

„Wonka“ mag auf den ersten Blick jetzt nicht das fantastische, morbide Element klassischer Tim Burton-Filme bieten können, aber Paul King macht hieraus etwas stilistisch eigenes, das durchaus auch das magische, fantastische Element von Filmen aus dem Potter-Universum liefert und mit dem warmherzigen und charmanten Stil seiner „Paddington“-Filme kombiniert. Für mich hat das sehr gut gepasst. Der Film ist eben unterhaltsam, fantastisch, warmherzig, charmant und passenderweise zuckersüß, aber auch sehr brav und harmlos. Erst dachte ich vorher, dass ich beim Schauen des Films einen Zuckerschock und Karies bekommen würde, aber dafür ist der Film eben zu harmlos, nicht zu kitschig und zu bekömmlich. Das Gute an Wonka ist auch, dass du ihn als Film genießen kannst, ohne vorher „Charlie und die Schokoladenfabrik“ gesehen zu haben, auch wenn vermutlich das ein oder andere Element des Films als Easter Egg oder Insider den gewissen Bonus geben könnte, wenn man eben Burtons Film vorher gesehen hat. Trotz Chalamets Überpräsenz aktuell funktioniert er in der Hauptrolle sehr gut und auch sonst ist der Film mit einigen schönen Gastauftritten bekannter Schauspieler wie Hugh Grant, Rowan Atkinson, Sally Hawkins, Olivia Colman und auch Keegan Michael-Key gespickt. Das gesamte Design des Films wusste mich zu überzeugen. Bei der Musik jedoch habe ich nur den Eindruck der deutschen Fassung gewinnen können, bei dem die Songs zu den Musicalnummern entsprechend in der Synchronisation eingedeutscht worden sind und daher etwas vom Flow des Films genommen wird – nicht zu vergessen, man trifft nicht immer den Ton und es ist nicht immer synchron. Dennoch ist der Film ein unterhaltsamer Film, der die perfekte Unterhaltung zu Weihnachten für die ganze Familie liefern kann.

„Wonka“ – My First Look – 7/10 Punkte.





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