iHaveCNit: The Fall Guy (2024) – David Leitch – Universal
Deutscher Kinostart: 30.04.2024
gesehen am 30.04.2024 in Dolby Atmos
Kinopolis Main-Taunus-Zentrum – Kino 1 – Reihe 8, Platz 16 – 20:20 Uhr
Im Hintergrund nahezu jeder Filmproduktion gibt es eine Berufsgruppe, die mit den körperlichen und mentalen Strapazen zu den wirklichen Helden gehören, auch wenn die öffentliche Rezeption durch Awards bisher größtenteils ausbleibt. Das Paradoxe dabei ist, dass man gute Stuntarbeit dann erkennt, wenn man sie nicht erkennt und damit diese Illusion einer unsichtbaren Kinomagie erschaffen wird. Und sollten hier Preise wie zum Beispiel die Academy Awards (Oscar) verliehen werden – an wen sollten diese gehen ? Für mich in der Kombination an das Team aus Second Unit Director, Stunt Coordination und den Stuntmen/Stuntwomen. Eine filmische Liebeserklärung an diese Berufsgruppe gibt es nun in Form von David Leitchs neuem Film „The Fall Guy“, in dem er sich an der 80er-Jahre-Serie „Ein Colt für alle Fälle“ und dem Hauptcharakter Colt Seavers orientiert und dafür kein geringeres Duo in den Hauptrollen gewinnen konnte als die „Barbenheimer“-Kombo aus Ryan Gosling und Emily Blunt.
Colt Seavers ist Stuntmen für den erfolgreichen Filmstar Tom Ryder – und hoffnungslos verliebt in die Kamerafrau Judy Moreno. Bei einem Dreh geht jedoch ein Stunt schief und Colts Karriere scheint verletzungsbedingt vorbei. Bis er einige Zeit später kontaktiert wird zwecks der Stuntarbeit an einem neuen Film, der zufälligerweise von Judy inszeniert wird und Tom Ryder die Hauptrolle spielt. Ohne Judys Wissen stimmt Colt der Arbeit zu. Ohne zu ahnen, wie herausfordernd das Ganze für ihn wird, um Judys Herz zu kämpfen, den Dreh erfolgreich zu beenden und auch das Verschwinden des Hauptdarstellers Tom Ryder aufzuklären.
„The Fall Guy“ ist eine extrem unterhaltsame Action-Komödien-Romanze geworden. Gespickt mit vielen kreativen Einfällen und Ideen sowie einigen Insidern und Meta-Gags ist der Film ein kreatives Feuerwerk. Die Liebeserklärung an die Filmindustrie, ihre Eigenarten und auch die Arbeit an den Stunts ist genau wie die Insider und Meta-Gags sehr stimmig in den Film integriert worden und darüber hinaus macht das Duo aus Emily Blunt und Ryan Gosling unfassbar viel Spaß, da ist es im Grunde auch vollkommen gleichgültig, ob man Beiden die Romanze dabei abkaufen möchte. Der dabei eingebundene Krimi um das Verschwinden des Hauptdarstellers, das am Ende auch in eine Art Verschwörung abdriften kann, hat mir auch gut gefallen. Gepaart mit der Musik ist der gesamte Film einfach Entertainment pur und dafür bin ich gerne ins Kino gegangen. Auf mehr an dieser Stelle einzugehen würde viele Überraschungen und Ideen vorwegnehmen – Also bitte selbst erleben, was „The Fall Guy“ alles zu bieten hat.
„The Fall Guy“ - My First Look – 9/10 Punkte