Review

Schwan-im-See

„The Swan“ ist die für mich komplexeste, aber auch unzugänglichste Kurzgeschichte von Wes Anderson bzw. Roald Dahl, wenn ein kleiner Junge von zwei Bullies mit Jagdgewehr und Machtfantasien drangsaliert wird - und er diese Geschichte aus seiner Jugend als Erwachsener dabei zeitgleich erzählt bzw. kommentiert…

Unter den Zug gekommen

Von den vier Kurzfilmen die Wes Anderson von Dahl für Netflix umgesetzt hat, sagt mir „The Swan“ wohl am wenigsten zu. Vielleicht weil ich mit Rupert Friend nicht warm genug werde. Vielleicht weil die Geschichte recht verschachtelt und sprunghaft erzählt wird, für mich immer auf Abstand bleibt. Und obendrauf noch eher eine Metapher ist. Oder weil ich selbst die Sets und Pappmascheebauten nicht ganz so eindrucksvoll und abwechslungsreich finde, wie bei seinen zeitgleich releasten Geschwistershorties. Nur den Abschnitt mit dem Zug in der Mitte der Story finde ich wirklich überzeugend und vor Kopfkino nur so sprühend. Der Rest ist nicht genug zu mir vorgedrungen. 

Fazit: Für mich der schwächste, metaphorischste der Anderson-„Shorts“ auf Netflix… Obwohl die „Zugsequenz“ schon cool ist. Kopfkino im Luxusambiente. Nicht schlecht, aber nie gut genug. 

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