Eine hochklassige Besetzung reicht nicht, um aus einem austauschbaren Plot eine sehenswerte Verfilmung zu machen. Manche Streaming Produktionen neigen bekanntlich dazu, aus 90 MInuten Filmmaterial Staffeln zu kreieren. Diese Form von cineastischer Verwässerung dient TV-Produktionen, mehr Werbung einflechten zu können. Es gibt selbstverständlich auch einige sehr gelungene Beispiele. "Leave the world behind" hätte man problemlos in 30 Min. erzählt. Kurz entschlossen mietet eine Familie ein opulentes Anwesen am Strand, um dem Druck des Grossstadt-Alltags zu entfliehen. Die Geschichte, die danach folgt, wäre ohne zu spoilern, zu schnell erzählt. Das Rezept, mit kleinem Budget und ein paar hochkarätigen Darstellern eine dystopische Stimmung zu schaffen, ist Lars von Trier mit "Melancholia" zweifellos gelungen. Sie haben ihm einige Preise eingebracht. Die Parallelen sind unübersehbar. Allerdings auch die Unterschiede in der Umsetzung. 2 Punkte für den Cast.