Wat ein abgefucktes Brett. Der beste HK Film seit Jahren und das obwohl es gar keiner ist. Der Film ist ein ganz kleines bißchen eine Hommage am Heroic Bloodshed, wie man so schön sagt: "der guten alten Zeiten". Mit all seinen Stärken und Schwächen, nur im positiven Sinne gemeint.
Soll heißen ein Plot der die Actionsequenzen zumindest logisch verbindet, ein Antiheld, Horden von Gangstern - und alle kommen um zu Sterben, ein hoher Kugelverbrauch, Blut.....wirklich viel Blut, überhaupt war ich überrascht das der Film nur ne FSK 16 hat, denn der Gewaltgrad ist enorm. Ein paar bekannte Gesichter, von denen vorallem der Hauptdarsteller mal wieder zeigt, dass er physisch echt ne Erscheinung ist. Ich finde ihn hier sogar passender wie es ein Statham hätte sein können.
Ein treibender Score peitscht die Kamera rein in diese Verwüstung - teilweise stylisch bis zum Exzess und doch wirkt das ganze Szenario auch immer schön dreckig und roh.
Manchmal zu hektisch geschnitten und leider mit viel zu viel CGI Blut, aber tatsächlich eine kleine Verneigung vor dem Subgenre des HK-Cinema der 80er und 90er. Da sind auch die Zivilisten kein Tabu.
Der Showdown hat mir dann echt ein Grinsen ins Gesicht gezaubert, ich hab vor lauter Verblendung, nur noch Hard Boiled Zitate gesehen.
Der Regisseur liefert sicher nicht unbedingt einen 3. THE RAID, aber den Beweis das es nicht nur John Wick mit John Wick gibt. Also ihr großen Lümmel: gebt euch diese sehenswerte Netflix Produktion von Gareth Evans, denn durch dessen Megafon schwingende Beteiligung steht die Action nicht nur im Titel, sondern entfaltet sich auch als sehr kurzweiliges Acrionfest, dass mir unerwartet viel Spass bereitet hat.
HAVOC