Kommissar Belli ermittelt unter der Hand für einen befreundeten Anwalt in einer privaten Sache und stößt dabei auf den Mord an einem Musikproduzenten. Bei seinen Ermittlungen gerät er selbst immer wieder ins Visier seiner Kollegen.
Franco Nero gibt hier auf sehr ruppige Art den Kommissar, der sich nicht scheut, ordentlich die Hand aufzuhalten und sogar Geld zu erpressen. Da erscheint es nur logisch, dass er Verdächtigen wie auch Zeugen gern mal mit ein paar Schlägen auf die Sprünge hilft. Ob männlich oder weiblich bedeutet dabei für ihn keinen Unterschied.
Entsprechend ist die Figur des Belli nur bedingt als Sympathieträger tauglich, was sich im Verlauf spürbar bemerkbar macht, denn wenn Belli in die Enge getrieben wird, kommt nicht wirklich Spannung auf. Dazu ist die Story um Liebschaften, Aktfotos, Drogen, Mord und Erpressung auch etwas zu verzwickt. Immerhin wird sie ordentlich aufgelöst und funktioniert dabei auch.
Dass der Film aber leidlich unterhaltsam ist, liegt dennoch schlicht an Franco Nero und seinem Kollegen und dem beständigen Katz und Maus Spiel der beiden Kommissare. Zudem ist das Tempo ganz okay und Bellis rabiate Vorgehensweise ist auch durchaus erfrischend. Ein großer Wurf ist dDie Klette aber trotzdem nicht, dazu zieht er sich dann trotz des Tempos etwas zu sehr.
Okayer Italo-Polizei-Krimi mit gutem Nero. Kann man schauen und dann vergessen.