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"High Fidelity" ist wie auch schon "Ein ganz normaler Held", der auch von Stephen Frears gedreht wurde, eine äußerst sympathische Komödie, wobei das beides nicht Komödien im herkömmlichen Sinn sind. Man kann "High Fidelity" eigentlich keinem Genre zuordnen, da er einfach nur das Leben eines Menschen namens Rob Gordon (John Cusack) wiedergibt, der die Liebe und die Musik als die zwei wichtigsten Sachen des Lebens betrachtet. Er und seine beiden Kumpels, mit denen er einen Musikladen betreibt, listen dem Zuschauer in jeder möglichen Situation eine Top-five von Sachen auf, um die es gerade geht. John Cusack gibt uns am Anfang z.b. die Top-five der Beziehung, bei denen die Trennung am schlimmsten war, dann listen sie uns die 5 besten Lieder der einflussreichsten Alben auf usw..Gerade hat sich die Freundin von Rob, Lora, mit der er zusammen lebte, von ihm getrennt, er ist deprimiert und hat Liebeskummer. Um sich ein besseres Gewissen zu machen, trifft er nacheinander die 5 Mädchen, mit denen die Trennungen am schlimmsten waren, bis er endlich zugibt, dass er Lora doch ziemlich gern zurück hätte...
Realitätsnah und mitfühlend schildert Regie-As Frears dem Zuschauer das Leben eines Menschen, dem das wiederfährt, was jeden Tag Tausende von Menschen passiert. Er fällt aber nicht in großartige Melancholie, sondern er schafft es irgendwie, dem Zuschauer zu vermitteln, dass es einfach gute und schlechte Zeiten gibt. Die Schauspieler sind allesamt sehr überzeugend, jeden gewinnt man auf seine Art und Weise lieb, auch Robs Freund, der eher auf härtere Rockklänge steht, was man aber am Schluss nicht mehr so behaupten kann. Und was an Musik in dem Film geboten wird, ist sowieso kaum schlagbar. 13th Floor Elevators, Belle & Sebastian, Velvet Underground, Bruce Springsteen,...und noch viel mehr Musikgenies sind in diesem Superfilm zu hören.
Zu guter Letzt ist zu sagen, dass dieser Film wirklich jedem ans Herz zu legen ist, da man ihn einfach nicht nicht mögen kann. Ein Wahnsinnsfilm!!

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