High Fidelity (2000)
R: Stephen Frears
Inhaltsangabe:
Rob Gordon (John Cusack) besitzt einen Plattenladen, in dem noch seine beiden Kumpels Barry (Jack Black, aka Tenacious D) und Dick (Todd Louiso) arbeiten.
Rob wird zu Beginn des Films von seiner Freundin, mit der er schon mehrere Jahre zusammen war, verlassen. Er gerät in eine depressive Phase in der er über seine alten Beziehungen reflektiert und die Frauen erneut trifft, um zu sehen, was sie aus ihrem Leben gemacht haben.
Bewertung:
7/10
Review:
'High Fidelity' ist eine recht amüsante Liebeskomödie, in der aber eher die Musik als die Liebe im Vordergrund steht. Mir hat der Film recht gut gefallen, was besonders an John Cusack lag, der seit 'Being John Malkovich' zu meinen Lieblingsschauspielern gehört.
Interessant an 'High Fidelity' ist die Erzählweise. Rob spricht sehr viel über die Story direkt zum Zuschauer und somit in die Kamera. Das sieht man in Filmen eher selten, trotzdem finde ich es nicht unangebracht oder gar schlecht. Die Monologe enden immer mit einer neuen Szene oder wenn ein neuer Protagonist die Szene betritt. Ein Mal gibt es sogar ein Crossover zwischen erzähltem Monolog zum Zuschauer und Dialog mit der Ex-Freundin von Rob.
Insgesamt ist die Erzählstruktur generell sehr ausgefallen. Stephen Frears arbeitet mit vielen Rückblenden die die alten bzw. vergangenen Beziehungen von Rob zeigen. Dies ist auch durchaus Notwendig, da dies ist ein Hauptthema in 'High Fidelity' ist.
"Did I listen to pop music because I was miserable? Or was I miserable because I listened to pop music?"
Die Schauspieler sind, wie oben schon angedeutet, allesamt gut. Anzumerken ist vieleicht noch, dass auch die Schwester von John Cusack, Joan Cusack eine Nebenrolle spielt. Auch eine sehr gute Schauspielerin und interessante Person, ich würde gerne mal einen Film mit ihr in der Hauptrolle sehen.
Zur Kamera gibt es in 'High Fidelity' nicht viel zu sagen. Sie ist nie schlecht oder derartiges, allerdings auch nicht ausgefallen, sodass es sich nicht lohnen würde, etwas darüber zu schreiben.
Die Musik spielt in 'High Fidelity', wie man vom Titel schon ableiten kann, eine zentrale Rolle. Die Pop Musik ist immer irgendwie präsent, entweder in der riesigen Plattensammlung von Rob oder als normale Hintergrundmusik. Auch die Dialoge über die Musik, die von den Mitarbeitern aus Robs Plattenladen geführt werden, sind sehr witzig, da alle von ihnen ein enormes Fachwissen über Musik besitzen. Sie versuchen sich gegenseitig mit ihrem Fachwissen zu erschlagen oder erstellen Top5-Listen (generell wird in 'High Fidelity' von allem eine Top5-Liste erstellt) mit den besten Musikstücken zu einem gewissen Thema.
Insgesamt ist 'High Fidelity' auf jeden Fall zu empfehlen. Wer auf Popmusik und lustige Liebesgeschichten steht wird auf jeden Fall seinen Spaß haben.