Eine junge Frau – „The Subject“ – ist auf der Flucht. Die Leiterin der Menschenjagd, eine Frau mittleren Alters, ist akut an ALS erkrankt, die Nervenkrankheit, der auch Stephen Hawking erlag.
Warum die junge Frau gejagt wird, ist zunächst unklar. Als wir es erfahren, ändert der Film schlagartig das Genre, wird vom eher ruhig inszenierten Mysterydrama zu einer Mischung aus Horror- und Katastrophenfilm, zum Teil mit blutigen Gewaltausbrüchen. Dieser Bruch erhöht zwar das Tempo, tut dem Film im Gesamten jedoch nicht besonders gut, die Erklärung der Umstände durch Rückblenden wirft einige Fragen auf, einiges erscheint unlogisch und die Protagonistin wirkt rückblickend nicht besonders intelligent oder aufmerksam.
Regisseur und Autor John Rosman entwickelte sein Debut während der Pandemie und musste beim Dreh mit wenig Budget auskommen, was man dem Film durchaus anmerkt. Auch was Suspense, Szenenaufbau und Bildgestaltung angeht, ist noch Luft nach oben. Die Vorbilder Cronenberg, THE THING, THE BLOB etc. lassen sich nur in den handgemachten Spezialeffekten erahnen.
Fazit – leider nicht wirklich „new“: okay Story, okay erzählt und inszeniert, allerdings übertragen sich Spannung und Dringlichkeit der Geschichte nicht aufs Publikum. Am überzeugendsten sind noch die Makeup-Effekte.