... als aufrechter Held in den Karl-May-Verfilmungen der 60er Jahre, doch wer war Lex Barker wirklich? Andreas Wagners Dokumentation wirft einen Blick auf den Mann, der sich seinen Traum von Schauspielerei nach dem zweiten Weltkrieg erfüllte und doch hauptsächlich auf sein gutes Aussehen und seinen Körperbau reduziert wurde. Akzeptierte er dies ab 1948 in einer Reihe von Tarzan-Verfilmungen als die Hauptfigur, hob seine Karriere in den Vereinigen Staaten auch durch eine Beziehung zu Lana Turner nie ab, er bliebt ein B-Darsteller. Als die Filmindustrie dort im Umbruch steckte, trat Barker, der fünfmal heiraten sollte, die Flucht nach vorn an und ging nach Europa, wo er allerdings bald wieder in der Enge physisch geprägter Heldenrollen steckte, nur dann als Star. Der Mann, dessen Selbstzweifel und Unrast sein Privatleben prägen sollte und der quasi unerkannt im Jahr 1973 an einer Nw Yorker Straßenkreuzung an einem Herzinfarkt sterben würde, nahm schließlich widerstrebend Anfang der 60er auf Anraten seiner todkranken Frau das Angebot in Deutschland an, dass ihn zur Ikone machte.