Review

Weit entfernt in einem von Dämonen, Untoten und einem bösen Buben besetztes Fantasyreich herrscht Unruhe. Belial, der teuflische Herrscher mit dem Feuertrohn versucht die vollbusige Amazonin, leicht bekleidet ,als Frau zu nehmen, doch die zieht mit dem muskelbepackten Barbaren Siegfried in den Krieg gegen die bösen Unterdrücker des Fantasyreichs.

Die Italiener und ihre unzähligen Plagiate. Es ist einfach herrlich, mit welcher Begeisterung und Talent diese stiefelbewohnenden Herren in den 80er zahlreiche Billigfilmchen produzierten. Das dabei selten gute Filme herauskamen, weiss wohl so ziemlich jeder, im Gegenzug waren sie aber meist herrlich unterhaltsam, aufgrund ihrer recht charmant billigen Inszenierung. So auch dieser, Thron des Feuers, der im Fahrtwasser von Conan - Der Barbar erschienen ist. Joe D'Amato hat es mit seinen Ator - Filmen vorgemacht, der schundige Barbarenfilm aus Italien war geboren. Aber Thron des Feuers liefert dabei schon einen wahrlichen Vogel in Sachen Einfältigkeit ab. Wer hier auf eine logische Handlung oder eben Innovation stossen möchte, ist eh im falschen Film. Wer sich als geneigter Filmfan durch das Mitternachtsprogramm von Tele 5 schlägt, sollte eigentlich wissen, was man sich mit Filmen dieser Art antut. Und wenn man mit diesem Bewusstsein an solche Filme rangeht, dann kann man schon einen wahrlich Genuss an filmischen Peinlichkeiten geniessen. Es geht halt einfach mal um total mächtige mit Pelz und Wuschigkeiten bepackte Muskelprotze, die obligatorischen Schwerter, böse Herrscher, eine vollbusige, sehr leicht bekleidete Amazonin, natürlich wie immer eine verdammt ansehnliche Augenweide, und nebenbei eine herrlich düstere Atmosphäre, gewürzt mit endgeilen Burgaufnahmen, nebeligen Dungeons, mit Skeletten behangene Folterkeller und Grotten der Finsternis in denen sich schlecht modellierte Zombies umhertummeln. Das ist dabei meistens so billig abgefilmt und vorallem inszeniert, dass die Schwarte nur so kracht, aber immer mit diesem typischen Charme, dass man sich bloss noch in diesen Schund verlieben könnt. Die Schauspieler sind durch die Bank weg grauenvoll, das Drehbuch aus gefangen werden - flüchten - gefangen werden - flüchten - gefangen werden - Brüste - Kämpfe - Untote - Fantasyreich retten - Geblubber - gefangen werden - flüchten - kämpfen usw. ist indes nicht wirklich intelligent und spannungsvoll, letztendlich ist Thron des Feuers eigentlich ein verdammt träger Film mit unsagbar vielen Längen. Trotzdem kann man sich vor lauter Begeisterung bzw. auch Belustigung herrlich amüsieren, denn während diese ollen Protagonisten gegen Zombies, Dämonen usw. in verdammt schick gemachten Kulissen durchkämpfen, dann kann Herr der Ringe und Co. einfach bloss einpacken. Es ist einfach herrlich.

Fazit:
Thron des Feuers ist weit davon entfernt ein guter Film zu sein. Er ist indes sogar ein verdammt schlechter. Seine Durchschnittsnote von 3,50 ist also irgendwo gerechtfertigt. Nebenbei ist er aber absolut charmant, düster, billig abgefilmt, dass es fast schon schmerzt, aber ungemein atmosphärisch. Wer Fan von solchem Schund ist, sollte einfach bloss hinschauen, nur Schade, dass es von diesem Fantasytrash mit Untoten keine DVD Veröffentlichung gibt.

83%

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