„Haben sie nach den Kindern gesehen?“
Was in den ersten 20 Minuten mit Hochspannung daherkommt,verflacht im Mittelteil und wird erst gegen Ende noch einmal spannend.
Jill ist als Babysitterin bei den Mandrakis engagiert worden.Sie erhält anonyme Anrufe und verständigt die Polizei,die feststellt,dass sich der Anrufer im gleichen Haus befindet und die Kinder bereits seit Stunden tot sind.
Der Killer Duncan wird festgenommen und in eine Nervenheilanstalt eingewiesen,aus der er nach 6 Jahren fliehen kann.Inzwischen ist Jill selbst Mutter und der Terror beginnt erneut.
Man könnte fast von zwei verschiedenen Filmen sprechen,denn der Mittelteil verläuft auf einer komplett anderen Ebene als der hochspannende Beginn.
Dieser ist wahrlich gekonnt inszeniert worden,dichte Atmosphäre und ein treffender Score sorgen für Gänsehaut.Hätte man diese Spannung beibehalten können,würde ich jetzt von einem Meisterwerk sprechen.
Leider ist nach dem Szenenwechsel alles anders.
Wir lernen Duncan kennen,wie er in einer versüfften Bar die unsympathische Tracy anspricht und letztlich mit ihr anbandelt,während der Cop von damals jetzt Detektiv ist und seiner Spur folgt.Träge und langatmig wird dieser Mittelteil präsentiert,zwar nicht ganz belanglos,da wir ein genaueres Bild vom Killer Duncan bekommen,aber es plätschert zu sehr dahin.
Erst gegen Ende kommt noch einmal Spannung auf,denn Duncan hat es wieder auf Jill abgesehen(wobei die Motivlage hier im Dunkeln bleibt).Etwas abrupt endet dann der Streifen relativ vorhersehbar.
Den Darstellern kann man nur ein großes Lob aussprechen,vor allem Tony Beckley überzeugt als traurige Loser Duncan.
Insgesamt kein schlechter Krimi(auf keinen Fall ein Slasher),der im Mittelteil zu sehr abfällt,um komplett zum Spitzenfilm zu zählen.Aber aufgrund des starken Anfangs bleiben noch 7 von 10 Punkten