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Ein unbekannter Anrufer (Tony Beckley) bedrängt eine Babysitterin (Carol Kane), die die bedrohlichen Anrufe von der Polizei zurückverfolgen lässt. Es stellt sich heraus, dass der Anschluss im selben Haus liegt…

Ein subtiler Schocker, der nicht nur durch seinen perfiden Spannungsaufbau fesselt, sondern vor allem einen ungewöhnlich ausgeprägten Instinkt für die monströsen Kräfte beweist, die im gesellschaftlichen Abseits herumspuken, um von der Seele einer beliebigen Randexistenz Besitz zu ergreifen und sich wahllos am Glück unbescholtener Bürger zu entladen. Die Gänsehaut erregende Zeichnung des Psychopathen verzichtet wohltuender Weise darauf, die Untaten mit herkömmlichen psychologischen Plattitüden zu erklären oder gar zu hochtrabenden Gesellschaftslektionen aufzubauschen, sondern nimmt bewusst Erklärungslücken in Kauf, um Raum für die nicht in Worte zu fassenden Ängste des Zuschauers zu schaffen. Ein kleines Meisterwerk, das in seinen Aussparungen sehr viel mehr über die menschliche Natur und den Stand der Gesellschaft verrät, als viele andere Filme in ihren schlauesten Darlegungen.

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