Ein letztes Mal geht der irische Kobold auf die Jagd nach seinem Gold, doch diesmal bekommen wir zu Beginn einen plausiblen Grund geliefert, warum der Leprechaun überhaupt noch auf der Erde ist. Das zeigt uns der bebilderte Vorspann auf, auch wo der Leprechaun sein heißgeliebtes Gold her hat. Und zu Beginn darf er sich gleich einen Fight mit einem Priester (Willie C. Carpenter) liefern, der es schafft den Leprechaun unter die Erde zu verbannen. Doch daraufhin wird es leider etwas uninteressant, denn "Leprechaun 6 - Back 2 tha Hood" lässt sich das erste Filmdrittel Zeit, um in die Pötte zu kommen.
Da hätten wir Emily Woodrow (Tangi Miller) die in einem Schönheitssalon arbeitet und sich mit ihrem Freund Rory (Laz Alonso) verkracht hat. Dann ihre beste Freundin Lisa Duncan (Sherrie Jackson) die mit dem Gras rauchenden Jamie (Page Kennedy) zusammen ist. Ihr armseliges Leben ändert sich, als sie eine Truhe voller Gold finden. Doch als sie beginnen das Gold auszugeben, taucht auch der Leprechaun (Warwick Davis) wieder auf und lässt sie dafür blutig bezahlen.
Im Grunde genommen ist es immer das Selbe und leider hier auch noch zu ernst erzählt. Ein paar gelungene Gags sind vorhanden, wenn der Leprechaun Pfeife raucht, oder versucht ein Polizeiauto zu fahren, doch im Endeffekt braucht solch eine Geschichte viel Ironie und Humor, was hier gänzlich fehlt. Auch die Figuren sind vom Reißbrett, im Mittelpunkt steht mal wieder eine Liebesgeschichte. Emily und Rory müssen sich erst wieder vertragen, was zu jeder Menge unnötiger Dialoge und Konflikte führt. Eigentlich könnte man die ersten dreissig Minuten vorspulen, bis es ans Eingemachte geht. Es fällt sowieso ein wenig schwer mit den Figuren mitzufiebern und auch die Sache mit den Gangrivalitäten ist nur dazu da, damit der Leprechaun mehr Opfer hat. Und die holt er sich dann im Minutentakt, wobei es stets einer spannenden Vorbereitung fehlt. Aber es geht deutlich blutiger zur Sache als in den Vorgängern und selbst eine Opiumpfeife wird als Mordinstrument zweckentfremdet. Desweiteren legt Regisseur Steven Ayromlooi (auch Drehbuchautor) sehr viel wert auf Zweikämpfe. Hier wird geboxt und getreten was das Zeug hält und der Leprechaun bekommt teilweise deftig auf die Moppe. Er wird nicht nur mehrfach niedergeschossen, sondern auch überfahren, verprügelt, verbrannt und eines seiner Augen erwischt es auch mal wieder.
So nimmt "Back 2 tha Hood" nach zähem Beginn deutlich Fahrt auf und kann das hohe Tempo auch halten. Was leider auch noch fehlt sind die üblichen Reime und bösartigen Sprüche des Leprechauns, davon darf er hier kaum aufsagen. Und man fragt sich den ganzen Film über, warum Emily und ihre Freunde das Gold nicht einfach zurückgeben. Um sie herum sterben die Leute wie die Fliegen, doch stattdessen versucht man immer wieder den Leprechaun zu bekämpfen. Eine nette Idee ist der vierblättrige Klee in den Hohlmantelgeschossen, womit der Leprechaun seine Zauberkräfte verliert.
Nehmen wir also Abschied von Warwick Davis (Willard, Skinned Deep) der den Leprechaun immer großartig verkörperte. Auch wenn er Rollen in weitaus größeren Filmen wie der "Harry Potter" Reihe hatte, so war dies meiner Meinung nach seine Paraderolle.Willie C. Carpenter (Harte Ziele, Men in Black) hat zu Beginn einen kleinen Auftritt, während die restlichen Darsteller leider sehr austausbar sind. Es spielt sich aber alles auf durchschnittlichem Niveau ab und es gibt keine Totalausfälle zu beklagen.
Man hätte dem Leprechaun noch einen pfiffigen Abgang gewünscht, doch "Back 2 tha Hood" ist leider nur Durchschnittskost. Nach schwachem Beginn himmerhin sehr actionreich und etwas blutig, jedoch vermisst man am meisten den Humor, der die Reihe um den irischen Kobold immer ausmachte. Trotzdem immer noch gut konsumierbar, wenn auch schrecklich einfältig und vorhersehbar.