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Mitten in einem einsamen Wald an einen Baum gefesselt – so wacht Nolan auf. Ohne Wasser und Nahrung und vor allem ohne sich daran zu erinnern, wie er dorthin gelangt ist. Die Zeit läuft ihm gnadenlos davon, bis ein mysteriöser Fremder auftaucht – der ihn aber nicht retten wird. Nolan muss sich seiner Vergangenheit stellen, um zu Überleben und einen Ausweg aus diesem Albtraum zu finden.

Reduziert man den Streifen auf die ersten und letzten 20 Minuten, dann sehen wir hier einen wirklich gelungenen Film – der nur einfach zu lang gerät, denn in der Mitte gibt es zwar einige kleinere Überraschungen – die tragen aber 90 Minuten nicht. Es wiederholt sich einfach zu viel und ich denke die Vorlage hier war ein Kurzfilm.

Für Marc Schölermann hat noch gar nicht so viele Langfilme gemacht (PATHOLOGY war gelungen, aber in Deutschland mal wieder tot geschnitten), nachdem er sich vorher einen Namen durch zahlreiche preisgekrönten Werbespots und Musikvideos gemacht hat. Diese waren auch immer kurz und knackig und auf den Punkt .Da ist ein Spielfilm schon was anderes.

Trotzdem wird man hier sehr ordentlich unterhalten und hat mit Michael Weston und A.J. Buckley einen recht guten Cast an Land geholt, die diese Geschichte alleine tragen müssen.

Die Auflösung des Ganzen, nämlich wieso der gute Nolan an dem Baum gefesselt ist, wird dann kurz vor Schluss erzählt und hat mich überzeugt – endlich mal kein zusammen konstruierter Schwachsinn.

Eigentlich ein klassischer Streifen, den man abends um 22.15 Uhr bei ZDF zeigen kann, zumal er eine FSK 12 Freigabe bekommen hat, was ich übrigens für nicht gerechtfertigt halte, da dieser Saftladen IMMER nur Brutalität bewertet und nicht auch die psychologische Komponente berücksichtigt.

Fazit; Etwas zu lang, aber von der Idee eigentlich recht gelungen.










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